Amtsinhaber Maaß und Knöfel bleiben Bürgermeister in Lommatzsch und Klipphausen
Anita Maaß hat zum vierten Mal die Bürgermeisterwahl in Lommatzsch gewonnen. Die FDP-Politikerin erhielt 49,88 Prozent der Stimmen. AfD-Kandidat Gottfried Striegler kam auf 35,47 Prozent, Rathaus-Mitarbeiterin Susann Kohlmann auf 14,65 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,2 Prozent.
Erstmals gewählt wurde die heute 50-jährige Maaß am 18. September 2005 im Alter von 29 Jahren. 21 Jahre später könnte sie vor ihrer herausforderndsten Amtszeit stehen – so die Einordnung der Sächsischen Zeitung. Im ersten Wahlgang am 6. September hatte Maaß 47,1 Prozent erreicht, Striegler 31,3 Prozent und Kohlmann 21,6 Prozent; damals war die Beteiligung noch höher gelegen.
In Klipphausen verteidigte Amtsinhaber Mirko Knöfel (parteilos) seinen Vorsprung und bleibt weitere sieben Jahre Gemeindeoberhaupt. Laut Auszählung kam er auf 46,1 Prozent – 2.116 der 4.590 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 56,5 Prozent (30. August: 63,5 Prozent). Marcel Golz (parteilos, für die AfD im Gemeinderat) erhielt 34,1 Prozent (zuvor 29,5), Brit Reimann-Bernhardt („Gemeinsam für Klipphausen“) 18,9 Prozent (zuvor 24,9), Dirk Benkstein (Bürgernetz24) 1,0 Prozent (zuvor 3,2).
Schon der erste Wahlgang hatte einen Riss nach dem Zusammenschluss Klipphausen/Triebischtal gezeigt: Knöfel stark in Alt-Klipphausen, Golz in den Triebischtaler Bezirken. Knöfel nannte der SZ im Vorfeld Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit als zentrale Aufgabe; auf der Agenda bleiben unter anderem Gewerbegebiet, Windkraft, Geburtenrückgang und Digitalisierung.
Damit bleiben beide Rathausspitzen im Landkreis Meißen in bekannter Hand – bei gesunkener Beteiligung und einem erstarkten AfD-Zweitplatzierten in beiden Kommunen.