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AfD kritisiert staatliche Förderung für Dresdner und Radebeuler Theaterproduktionen

AfD kritisiert staatliche Förderung für Dresdner und Radebeuler Theaterproduktionen
Die Landesbühnen Sachsen in Radebeul. Foto: Landesbühnen
Von: Meißen News
Der AfD‑Abgeordnete wirft dem Staatsschauspiel politische Schlagseite und überhöhte Subventionen vor. Auch "Faust" an den Landesbühnen wird kritisiert.

Der Meißner AfD‑Landtagsabgeordnete Thomas Kirste hat erneut Kritik an der staatlichen Förderung des Staatsschauspiels Dresden und der Landesbühnen Sachsen geäußert. Das teilte der Abgeordnete am mit. Grundlage ist eine Kleine Anfrage (Drs.-Nr. 8/7472), deren Antwort nach Angaben Kirstes zeige, dass jede Eintrittskarte der Sächsischen Staatstheater in der Spielzeit 2023/24 mit mindestens 208,33 Euro subventioniert wurde. Bei den Landesbühnen belief sich die Förderung pro Karte auf 114,06 Euro zusätzlich zum Verkaufspreis.

Kirste kritisiert, dass mit diesen Mitteln aus seiner Sicht „linke Theaterprojekte“ finanziert würden. Bereits im April 2024 hatte eine frühere Anfrage (Drs.-Nr. 7/16223) ergeben, dass die Neuinszenierung der „Dreigroschenoper“ am Staatsschauspiel rund 427.000 Euro gekostet habe, während die Einnahmen bei 196.000 Euro lagen. Kirste bemängelt, dass in der Inszenierung Aktivisten auf der Bühne gegen die AfD Stellung bezogen hätten – wenige Monate vor der Landtagswahl.

Auch die Landesbühnen Sachsen stehen in seiner Kritik. Dort wurde eine Adaption von „Faust I“ an über 500 Schulen gezeigt, in der ein Schauspieler laut Kirste einen fiktiven Koalitionsvertrag zwischen CDU und AfD zerriss und Schülerinnen und Schüler aufforderte, „richtig zu entscheiden“.

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Kirste verweist auf weitere neue Produktionen des Staatsschauspiels, die nach seiner Einschätzung politische Botschaften transportieren. Im Stück „I Shot A Pop Star“ werde über Wege diskutiert, „das Geldsystem abzuschaffen, Regierungen zu stürzen und das männliche Geschlecht zu eliminieren“. In „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ gehe es um Alternativen zum Kapitalismus. Das Stück „Einmal Zukunft und zurück“ thematisiere eine nicht nachhaltige Gegenwart.

Besonders kritisiert Kirste die Inszenierung von Voltaires „Candide“, in der laut Programm ein Video einer realen Seenotrettung gezeigt und auf die Website des Projekts „Kollapscamp 2026“ verwiesen werde. Das Camp bietet Workshops zu „Widerstand in Haft“, „Selbstverteidigung mit Vollkontakt“ und Gesprächsrunden über „Widerstand gegen autoritäre und faschistische Verhältnisse“. Zudem soll ein Infostand der Freien Arbeiterinnen‑Union (FAU)* vertreten sein, die seit 2019 vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Kirste betont, seine Kritik richte sich nicht gegen Kunstfreiheit, sondern gegen deren staatliche Finanzierung: „Kunstfreiheit findet ihre Grenzen im Beginn staatlicher Alimentierung.“ Er fordert, dass Steuergelder nicht für Projekte eingesetzt werden, die nach seiner Auffassung „an den Wünschen der Mehrheit der sächsischen Bürger vorbeigehen“. Stattdessen sollten Mittel stärker für Musikschulen, Museen oder andere kulturelle Einrichtungen verwendet werden.

Die Staatsregierung verweist in ihren Antworten grundsätzlich auf die Bedeutung der Theaterlandschaft für kulturelle Bildung, gesellschaftliche Debatten und die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen. Eine Stellungnahme zu den einzelnen Produktionen liegt nicht vor.

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