Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Görlitz News

Wettkampf der anderen Art

Foto: Auf einer Wiese bei blauen Himmel und umsäumt von grünen Bäumen sitzen auf Bierbänken und Stühlen aufgereiht knapp zwei Dutzend Menschen. Vor ihnen in einer Reihe stehen Käfige mit Hähnen darin.
Gäste und Kampfrichter beim Zählen der Hahnenrufe. Foto: Oberlausitzer (Pseudonym)
Von: Bürgerjournalismus in Sachsen
Am Sonntag, den 7. Juni 2026, fand in Neueibau (Gemeinde Kottmar) am Sportplatz bei herrlichem Sonnenschein das vom Rassegeflügelzuchtverein Neueibau ausgetragene vereinsoffene Hähnewettkrähen statt. Daran nahmen 26 Hähne verschiedener Groß- und Zwergrassen teil. Das Interesse war bei Jung und Alt groß.

Ein Bericht von Oberlausitzer

Nach dem Einsetzen der Tiere in die jeweiligen Abteile—ab 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung—war gegen 7.30 Uhr die Startzeit angesetzt. Die Glocke wurde geläutet, und von da an galt es, eine Stunde lang die Anzahl der jeweiligen Hahnrufe zu zählen. Dabei hatte jeder Kampfrichter vier Tiere zu beobachten und die Rufe auf seiner vorbereiteten Tafel mit Zählstrichen festzuhalten.

Gespannt verfolgten auch die Besitzer der Hähne, wer als Erstes ruft, wer danach und welche Stimmen zu hören waren. Nach 30 Minuten läutete erneut die Glocke zur fünfminütigen Pause, die zumindest bei den Kampfrichtern eingehalten wurde.

Dann wurde die Glocke ein vorletztes Mal geläutet, um die letzten 30 Minuten zu starten. Der erste Platz war zu diesem Zeitpunkt schon gut herauszuhören, aber um Platz zwei gab es noch ein knappes Krähen.

Mancher Züchter wartete tatsächlich immer noch auf das erste Krähen seines Hahnes. Zu Hause und somit im eigenen Revier ruft jeder Hahn, um seinen Platz zu markieren, sein Balzverhalten den Hühnern gegenüber zu zeigen oder mit dem ersten Schrei den neuen Tag einzuläuten.


Mehr aus dieser Kategorie


Die Hähne treten zum Wettkampf an, doch nicht alle wollen krähen.
Foto: Oberlausitzer (Pseudonym)                                                          

Eine gute Stunde später nahm der Vereinsvorsitzende die Glocke ein letztes Mal in die Hand, und das Wettkrähen war vorbei. Die Kampfrichter gaben die Zähltafeln dem Kampfgericht zum Auszählen ab.

Um 10 Uhr fand die Siegerehrung statt. Den 1. Platz belegte ein Zwerghahn, der innerhalb einer Stunde sage und schreibe 225-mal gekräht hatte—ein Rekordwert. Das sind rund vier Rufe pro Minute! Der Hahn auf dem 2. Platz krähte 135-mal, der Hahn auf dem 3. Platz meldete sich 108-mal innerhalb einer Stunde. Manche Hähne blieben bis zum Schluss ohne Rufe. Sie verbrachten die Zeit mit Gras fressen, Gefiederpflege oder einfach nur mit Gähnen.

Nach der Siegerehrung saßen Kinder und Erwachsene gemeinsam bis in den frühen Nachmittag gemütlich bei Speis und Trank zum allgemeinen und züchterischen Austausch zusammen.

Auf ein nächstes Mal am 6.6.2027, gern mit noch mehr Gästen.

Gut Zucht!

Info:
Das nächste Hähnewettkrähen findet am 6. Juni 2027 in Neueibau, Gemeinde Kottmar statt. Veranstaltet vom Rassegeflügelzüchterverein „Am Kottmar“ 1865 e.V. Eibau.


Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts "Bürger machen Journalismus" entstanden.
Mehr Informationen zum Projekt - und wie auch Sie teilnehmen können - finden Sie unter: www.buergerjournalismus-sachsen.de

Bürgerjournalismus  in Sachsen
Artikel von

Bürgerjournalismus in Sachsen

Bürgerjournalismus in Sachsen ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media