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Weinbergschnecke heißt jetzt „Flitzi“

Weinbergschnecke heißt jetzt „Flitzi“
Foto: Stadt Görlitz
Von: Uwe Tschirner
Der Görlitzer Spielplatz an der Parkeisenbahn ist nach der Sanierung wieder geöffnet und besonders die modernisierte Weinbergschnecke sorgt für Aufmerksamkeit. Ihren neuen Namen wählten die Kinder selbst: „Flitzi“.

Spielplatz an der Parkeisenbahn wieder geöffnet

Der Spielplatz an der Parkeisenbahn in Görlitz ist seit einigen Wochen wieder zugänglich und wird von Familien gut angenommen. Im Zuge der Sanierung wurden nicht nur neue Spielangebote geschaffen, sondern auch mehrere vorhandene Geräte erhalten und sicherheitstechnisch überarbeitet.

Die Weinbergschnecke wurde technisch erneuert

Besonders aufwendig war die Modernisierung der markanten Weinbergschnecke, die seit Jahrzehnten zu den prägenden Elementen des Spielplatzes gehört. Das Spielgerät wurde 1978 von Franz Gruß, dem Vater des Saurierparks Kleinwelka, gestaltet und musste im Laufe der Jahre immer wieder an veränderte Sicherheitsanforderungen angepasst werden.

Im Rahmen der aktuellen Sanierung wurde zunächst geprüft, ob sich das historische Erscheinungsbild vollständig erhalten lässt. Dieser Ansatz ließ sich jedoch nicht umsetzen, weil die ursprüngliche Rutschfläche zu steil war und der Bestandsschutz daher nicht angewendet werden konnte. Stattdessen erhielt die Schnecke eine moderne Rutschen-Aufstiegskombination, die heutigen Sicherheitsstandards entspricht.

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Neue Rutsche und Aufstieg für „Flitzi“

Für die neue Lösung wurde eine Tunnelrutsche angefertigt und montiert. Ergänzt wurde sie durch einen passenden Aufstieg. Die Tunnelrutsche stammt von der Linsmeier OHG aus Schönberg, die Montage und der Aufstieg wurden von der P&V Metalltechnik GmbH aus Markersdorf umgesetzt. So blieb die Schnecke als vertrautes Spielgerät erhalten, wurde aber zugleich technisch auf einen aktuellen Stand gebracht.

Kinder wählen den neuen Namen

Auch bei der Namensgebung waren die jungen Besucherinnen und Besucher beteiligt. Gemeinsam mit dem Familienbüro entstand die Idee, die Kinder selbst abstimmen zu lassen. Zur Eröffnung gaben sie zwischen 10:15 und 12:00 Uhr ihre Stimme ab; alle 50 bereitgestellten Stimmzettel wurden genutzt.

Zur Wahl standen die Namen Walli, Flitzi, Franz und Schneck. Mit deutlichem Vorsprung setzte sich „Flitzi“ durch. Dahinter folgten Walli, Franz und Schneck. Die Beteiligung passt zur Herangehensweise der Stadt Görlitz, die Kinder bei Spiel- und Freizeitanlagen regelmäßig einbezieht.

Weitere Beteiligung bei künftigen Projekten

Eine nächste Gelegenheit zur Mitwirkung gibt es bereits bei der geplanten Neugestaltung des Spielplatzes an der Blockhauswiese. Für September 2026 ist dort eine Kinderwerkstatt vorgesehen, in der die jungen Nutzerinnen und Nutzer ihre Ideen und Wünsche einbringen können.

Neugestaltung mit vielen neuen Angeboten

Unter dem Motto „Abenteuer im Waldpark – auf Schneckenpfaden“ entstand von Mitte Februar bis Anfang Juni 2026 eine vielseitige Spiellandschaft für Kinder unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Neue Kletter-, Balancier- und Rutschmöglichkeiten, inklusive Angebote und barrierefrei erreichbare Elemente wurden ebenso integriert wie bestehende Geräte, darunter die Weinbergschnecke, das Baumhaus und die Doppelseilbahn. Ergänzt wurde das Konzept durch Wege- und Platzflächen, Sitzmöglichkeiten, Fahrradbügel, eine neue Einfriedung entlang der Gleisanlage sowie zusätzliche Baumpflanzungen. Die Gesamtkosten lagen bei rund 457.000 Euro.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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