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Wanderung durch den Wald bei Białogórze: Archäologie und Natur erleben

Wanderung durch den Wald bei Białogórze: Archäologie und Natur erleben
Foto: R. Heynowski (LFA)
Von: Uwe Tschirner
Bei einer archäologisch-naturkundlichen Wanderung durch den Wald bei Białogórze können Interessierte frühmittelalterliche Spuren, Natur und aktuelle Forschung kennenlernen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Strecke rund 7 Kilometer lang.

Archäologie zwischen Waldwegen und Hügelgräbern

Am 01.08.2026 lädt eine archäologisch-naturkundliche Wanderung in den Wald bei Białogórze im Landkreis Zgorzelec ein. Die Route führt durch ein Gebiet, das zu den bedeutendsten frühmittelalterlichen Fundlandschaften der Oberlausitz zählt. Unter den Baumkronen liegen Burgwälle und Hügelgräberfelder, die mit den westslawischen Stämmen der Milzener und Besunzane in Verbindung gebracht werden.

Der rund sieben Kilometer lange Rundweg beginnt um 11:00 Uhr am Parkplatz an der St.-Andreas-Bobola-Kirche in Białogórze und endet gegen 14:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anreise erfolgt individuell. Festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und ausreichend Getränke werden empfohlen.

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Forschung zu einem fragilen Erbe

Obwohl der Fundort seit fast 200 Jahren erforscht wird, gibt er noch immer neue Rätsel auf. Aktuell untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität für Umwelt- und Lebenswissenschaften Breslau sowie des Landesamtes für Archäologie Sachsen im Projekt „Fragiles Erbe / Kruche Dziedzictwo“ das Gebiet. Zu den jüngsten Ergebnissen gehört die Entdeckung eines bislang unbekannten frühmittelalterlichen Burgwalls, des zweiten im Wald bei Białogórze.

Während der Wanderung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in diese Forschung und besuchen gemeinsam mit den Fachleuten den neu entdeckten Burgwall. Auf dem Rückweg stehen außerdem das Hügelgräberfeld und der bereits bekannte Burgwall von Białogórze auf dem Programm. Nach der Tour können archäologische Funde besichtigt werden, die im Rahmen der Untersuchungen in der Oberlausitz entdeckt wurden.

Mit Übersetzung und flexibler Teilnahme

Die Veranstaltung wird durchgehend deutsch-polnisch übersetzt und verbindet Naturerlebnis mit historischer Vermittlung. Für Interessierte, die nicht die gesamte Strecke mitgehen möchten, besteht die Möglichkeit, sich gegen 12:30 Uhr am Hügelgräberfeld der Gruppe anzuschließen. Dafür wird der nahegelegene Waldparkplatz empfohlen.

Das Projekt „Kruche Dziedzictwo / Fragiles Erbe“ untersucht auch, wie sich Klimawandel und der Ausbau erneuerbarer Energien auf den Erhalt archäologischer Denkmale in der Oberlausitz auswirken. Damit wird die Wanderung nicht nur zu einem Blick in die Vergangenheit, sondern auch zu einem aktuellen Beitrag zum Schutz kulturellen Erbes.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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