Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Görlitz News

Spitzen-Duo für das Einstein-Teleskop

Forschungsanlage
Projekt-Team ET-Standortbewerbung Lausitz (© Christoph Soeder/TUD)
Von: Uwe Tschirner
Mit einem eigenen Projektbüro und zwei herausragenden Forschern an der Spitze macht die Lausitz im Rennen um das europäische Einstein-Teleskop an Boden gut.

Lausitz. Sachsen kommt im europäischen Wettbewerb um das Einstein-Teleskop entscheidend voran und richtet für die Machbarkeitsstudie in der Lausitz ein eigenes Projektbüro ein. Die wissenschaftliche Leitung des Teams übernehmen offiziell der Astroteilchenphysiker Prof. Christian Stegmann und der Geophysiker Prof. Andreas Rietbrock als Doppelspitze. Erste Messungen bestätigen laut den beiden Forschern, dass die Lausitz mit stabilem Untergrund und geringem seismischen Rauschen sehr gute Voraussetzungen für das Großprojekt bietet.

Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) prüft das sächsische Konsortium den Standort intensiv, um dessen Eignung wissenschaftlich zu belegen. Entscheidend sind vor allem geologische und seismologische Faktoren – hier punktet die Region mit stabilem Granitgestein, dünner Besiedlung und sehr niedriger Erdbebenaktivität. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hebt hervor, dass beide Forscher mit ihrer Expertise nicht nur überzeugen, sondern auch begeistern und die Identifikation der Menschen vor Ort in Ostsachsen stärken.

Mehr aus dieser Kategorie

Maßstab für Sachsen ist wissenschaftliche Exzellenz: Die TU Dresden, das Deutsche Zentrum für Astrophysik und die Bergakademie Freiberg bringen herausragende Expertise ein. TU-Rektorin Ursula M. Staudinger betont, dass die Machbarkeitsstudie ein wichtiger Schritt sei, um die Eignung der Lausitz für die nächste Generation der Gravitationswellenforschung zu belegen. Um die europäische Dimension zu sichern, hat Sachsen bereits eine Kooperation mit Sardinien geschlossen – für den Fall zweier Tunnel an verschiedenen Standorten. Ziel ist es, Spitzenforschung nach Mitteleuropa zu holen und dabei besonders Polen und Tschechien aktiv einzubinden.

Uwe Tschirner
Artikel von

Uwe Tschirner

Uwe Tschirner ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media