Schienenersatzverkehr: 385 Meter Bahnkabel beschädigt
Bahnkabel an zwei Orten beschädigt
Unbekannte Täter haben am vergangenen Wochenende an der Bahnstrecke Ebersbach - Zittau an zwei Stellen Bahnkabel zerschnitten und zum Abtransport bereitgelegt. Betroffen waren die Bereiche Zittau sowie Mittelherwigsdorf beziehungsweise Niederoderwitz.
Die Bundespolizei wurde zunächst am 12. September 2026 gegen 17:25 Uhr durch die DB Notfallleitstelle informiert. In Zittau entdeckten die Einsatzkräfte einen offenen Kabelschacht, in dem an mehreren Stellen Kupferkabelstücke herausgeschnitten worden waren. Das entwendete Material wird auf rund 55 Kilogramm geschätzt. Vor Ort stellten die Beamten zudem mehrere Tatwerkzeuge sicher, die nun kriminaltechnisch untersucht werden.
Geschnittene Signalkabel zwischen Mittelherwigsdorf und Niederoderwitz
In der Nacht zum 14. September meldete die DB Notfallleitstelle um 01:27 Uhr eine Störung am Signalkabel zwischen Mittelherwigsdorf und Niederoderwitz. Bei der anschließenden Suche, die auch mit Unterstützung eines Diensthundes durchgeführt wurde, fanden die Beamten elf geschnittene Teilstücke mit einer Länge von jeweils 35 Metern. Auch hier handelte es sich um Kupferkabel. Zurückgelassenes Tatwerkzeug wurde ebenfalls sichergestellt.
Ermittlungen wegen Diebstahls und Betriebsstörung
Nach Einschätzung der Ermittler dürften die Täter das Kupfer vermutlich an Schrotthändler verkaufen wollen. Die Bundespolizei ermittelt wegen besonders schweren Diebstahls sowie wegen Störung öffentlicher Betriebe. Ob es durch die Beschädigungen zu Zugausfällen oder Verspätungen kam, ist ebenso Gegenstand der laufenden Ermittlungen wie mögliche Hinweise auf die bislang unbekannten Täter.
Eine Schadenssumme liegt derzeit noch nicht vor. Für Reisende wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.