Am Freitag wurde die Sonderausstellung „TRAUMZEIT. Zeichenkunst der Romantik“ feierlich im Kaisertrutz Görlitz eröffnet, wo sie bis zum 3. Januar 2027 zu sehen sein wird. Im Zentrum steht der herausragende Bestand des Graphischen Kabinetts, dessen Grundstein vor 140 Jahren gelegt wurde, und Kurator Kai Wenzel betont, dass eine solche Sammlung sonst eher in Berlin, Hamburg oder Dresden zu erwarten wäre. Die Romantik reagierte auf Industrialisierung und technische Umbrüche mit idyllischen Gegenwelten voller Traum und Sehnsucht, und die Schau vereint Arbeiten von über 50 Künstlern wie Richter, Runge, Spitzweg und Dahl.
In 16 Themenräumen reisen Besucher von der Oberlausitz bis nach Italien, von Märchen bis zum Mittelalter, während erstmals die Zeichnung als eigenständige Kunstform in den Mittelpunkt gerückt wird. Am Eingang erhalten Gäste Lupen, um selbst feinste Details der Blätter zu entdecken, und ein Begleitprogramm mit Führungen, Spaziergängen und Zeichenkursen vertieft den Ausstellungsbesuch. Auch für Kitas, Schulen und Familien gibt es eigene museumspädagogische Angebote, und der Eintritt kostet 6 Euro, während Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre die Schau kostenfrei sehen.