Kreisstraße in Dittelsdorf nach Ersatzneubau wieder frei
Verkehrsfreigabe nach umfangreicher Bauphase
Die Kreisstraße K 8632 in Dittelsdorf ist seit dem 3. Juli 2026 wieder uneingeschränkt für den Verkehr freigegeben. Mit der feierlichen Verkehrsfreigabe hat der Landkreis Görlitz den Ersatzneubau des Brückenbauwerks 3 über das Dittelsdorfer Wasser sowie den grundhaften Ausbau des angrenzenden Straßenabschnitts abgeschlossen.
Im Zuge der Maßnahme wurde die Kreisstraße auf rund 90 Metern erneuert. Zusätzlich entstanden zwei neue Stützwände, außerdem wurden Ver- und Entsorgungsleitungen umfassend angepasst. Auch Maßnahmen zum Regenwasserrückhalt im Oberlauf des Dittelsdorfer Wassers waren Teil des Projekts.
Mehr Sicherheit und ein verbessertes Ortsbild
Thomas Gampe, Erster Beigeordneter des Landkreises Görlitz, betonte die Bedeutung der Investition für die Verkehrsinfrastruktur und das Ortsbild. Das neue Bauwerk und die erneuerten Stützwände verbesserten nicht nur die Sicherheit, sondern auch das Erscheinungsbild des Bereichs in Dittelsdorf deutlich.
Der Landkreis dankte den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld während der langen Bauzeit sowie allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Die Planungen für das Vorhaben hatten bereits 2014 begonnen und begleiteten das Projekt über viele Jahre.
Anspruchsvolle Technik und enge Abstimmung
Die Bauarbeiten stellten hohe technische Anforderungen. Die Ingenieurbauwerke wurden auf insgesamt rund 1,54 Kilometern Mikrobohrpfählen gegründet. Für Brücke und Stützwände kamen etwa 960 Kubikmeter Stahlbeton und 136 Tonnen Bewehrungsstahl zum Einsatz.
Besonders aufwendig war die Koordinierung der Versorgungsträger. Gas-, Trinkwasser-, Telekommunikations-, Breitband-, Elektro-, Schmutz- und Regenwasserleitungen mussten während der Bauzeit neu verlegt oder angepasst werden. Die Abstimmung zwischen allen Beteiligten verlief dabei reibungslos.
Kostenrahmen weitgehend eingehalten
Zusätzlich wurden der Gewässerverlauf des Dittelsdorfer Wassers durch wasserbauliche Maßnahmen naturnah gestaltet. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 3,9 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen förderte das Vorhaben über das Programm KommStra nach § 20b SächsFAG mit rund 2,74 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises Görlitz beträgt rund 1,2 Millionen Euro; die Stadt Zittau beteiligte sich zudem an den Kosten für Gehweg und Regenentwässerung.
Obwohl sich die Fertigstellung wegen ungünstiger Witterungsbedingungen verzögerte, wurde der geplante Kostenrahmen weitgehend eingehalten. Die Arbeiten verliefen über den gesamten Zeitraum unfallfrei.