Geführte Radtour zum "Tag der Oberlausitz"
Radtour zum Tag der Oberlausitz mit historischen Stationen
Am Sonntag bietet der ADFC Görlitz eine geführte Radtour zum "Tag der Oberlausitz" an. Start ist um 10:00 Uhr am Bahnhof Löbau, der einstige Ort der Konvente des historischen Sechsstädtebundes. Die Tour verbindet landschaftliche Eindrücke mit vielen geschichtlichen Bezügen und führt auf einer insgesamt etwa 60 Kilometer langen Strecke durch die Oberlausitz und einen Abschnitt im tschechischen Grenzraum.
Von Löbau über ehemalige Bahntrassen nach Sohland
Zu Beginn geht es südlich über Ebersdorf nach Dürrhennersdorf. Von dort folgt die Route der ehemaligen Schmalspurbahn über Beiersdorf bis Oppach. Danach verlässt die Gruppe Deutschland für einen Abstecher in den Schluckenauer Zipfel. Dort werden die Ruinen des abgerissenen Dorfes Fugau besucht, bevor es entlang der Spree weiter durch Taubenhain mit seinen vielen Sonnenuhren nach Sohland geht. Hier ist eine ausgiebige Rast eingeplant.
Geschichte entlang des Rückwegs
Auf dem Rückweg führt die Strecke durch Schirgiswalde, das über mehr als zwei Jahrhunderte eine böhmische Exklave in Sachsen und der Oberlausitz war und später sogar 36 Jahre lang keiner Staatszugehörigkeit zugeordnet war. Weitere historische Bezüge bietet die Burgruine Körse, die 1352 durch den Sechsstädtebund zerstört wurde. Über den Radweg auf der alten Eisenbahntrasse Cunewalde-Löbau geht es schließlich zurück zum Bahnhof Löbau.
Anforderungen an die Teilnehmenden
Die Tour ist recht hügelig und führt teilweise über Wald- und Sandwege. Deshalb ist sie nicht für Rennräder geeignet. Tourenleiter Hartmut Nicht stuft die Fahrt als recht schwer ein, entsprechend der Stufe 4 von 5. Weitere Informationen gibt es auf der Website des ADFC Görlitz unter adfc-goerlitz.de.