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30 Jahre Hutberg: Aus einer Ruine wurde Heimat

30 Jahre Hutberg: Aus einer Ruine wurde Heimat
Vereinshaus des GFC auf dem Hutberg / Foto: GFC
Von: Uwe Tschirner
Vor 30 Jahren begann auf dem Hutberg in Großschönau ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt. Heute blickt der Grußschinner Faschingsclub e.V. auf eine bewegte Geschichte voller Ehrenamt, Zusammenhalt und Heimatgefühl zurück.

Vom Trümmergrundstück zum Vereinshaus

Vor 30 Jahren begann auf dem Hutberg in Großschönau ein Projekt, das viele zunächst für kaum machbar hielten. Aus der Ruine der ehemaligen Hutberg-Gaststätte sollte wieder ein lebendiger Ort für den Verein und die Gemeinde entstehen. Heute ist das Vereinshaus des Grußschinner Faschingsclubs e.V. (GFC) aus dem kulturellen Leben der Region nicht mehr wegzudenken.

Nach der Wende hatte der GFC seine ursprüngliche Spielstätte verloren. Die geplante Umgestaltung der Hutbergbaude kam zum Stillstand, zurück blieb eine Bauruine. Für den Verein folgten schwierige Jahre mit verlegten Veranstaltungen, sinkenden Besucherzahlen und sogar der Frage, ob es überhaupt weitergehen könne.

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Eine Idee wird zum Gemeinschaftsprojekt

Aus dieser Krise entstand eine Idee, die damals fast verrückt klang: Der GFC könnte den Hutberg selbst übernehmen und wieder aufbauen. 1996 wurde dieser Plan Realität. Mit Unterstützung der Gemeinde, der Sparkasse, zahlreicher Firmen, Spender und vieler ehrenamtlicher Helfer startete der Wiederaufbau.

Der Verein nahm dafür einen hohen Kredit auf, eine große Schrottsammlung brachte rund 6.000 D-Mark ein, zusätzlich half eine Jugend-ABM-Maßnahme. Mitglieder und Familien packten nach Feierabend mit an, Fachleute aus dem eigenen Umfeld brachten ihr Wissen ein. So wurde aus einem Bauvorhaben ein echtes Gemeinschaftsprojekt für Großschönau.

Ein Ort voller Kultur und Vereinsleben

Bereits 1998 fanden erste Veranstaltungen statt, 1999 war das Gebäude innen so weit hergerichtet, dass wieder gefeiert werden konnte. Zum Fasching 2000 kehrte der GFC endgültig auf den Hutberg zurück. Seitdem ist das Haus ein fester Bestandteil des Vereinslebens und der lokalen Kultur.

Zum 30-jährigen Jubiläum lädt der GFC nun zu einem Kulturwochenende vom 25. bis 27. September ein. Geplant sind drei Veranstaltungen sowie eine kleine Ausstellung mit einem bislang nicht öffentlich gezeigten Dokumentarfilm über den Wiederaufbau. Den Auftakt bildet am Freitag das Ohrentheater mit humoristischer Lesung, musikalischer Begleitung und dem Auftritt der Autorin Jana Thiem. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag und Sonntag öffnet das Hutberghaus ab 13 Uhr seine Türen für Ausstellung und Film. Am Samstagabend gastiert die Jindřich Staidl Combo mit Jazzpolka und fantasievollen Geschichten. Am Sonntag lädt der GFC zusätzlich zu Kaffee und Kuchen ein, bevor Torsten Münnich alias „Feuerzeux” den Abschluss gestaltet. Für alle drei Veranstaltungen stehen jeweils nur 100 Plätze zur Verfügung.

Mit dem Jubiläum möchte der Verein vor allem Danke sagen – an alle, die vor 30 Jahren den Mut hatten, eine Ruine nicht ihrem Schicksal zu überlassen. 30 Jahre Hutberg stehen für Ehrenamt, Zusammenhalt und gelebte Heimat.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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