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Was die Bundespolizei an einem Wochenende in Dresdens Zügen fand

Nahaufnahme von Polizeiausrüstung: Im Vordergrund liegen metallische Handschellen auf dunklem Stoff. Dahinter ist ein Aufnäher mit der weißen Aufschrift „POLIZEI“ zu sehen. Im Hintergrund stapeln sich hellblaue Uniformhemden.
Erfolgreiche Fahndung in Dresden: Bei Kontrollen an Hauptbahnhof, Flughafen und in Fernzügen vollstreckte die Bundespolizei am Wochenende mehrere Haftbefehle. Zudem wurden verbotene Waffen und Drogen sichergestellt. Symbolbild: pixabay/dennisweiland
Von: Dresden News
Vier vollstreckte Haftbefehle, eine als Taschenlampe getarnte Waffe und weiße Kugeln, die aus einer Geldbörse purzeln: Ein einziges Wochenende voller Fahndungskontrollen brachte die Bundespolizei in Dresden gleich mehrfach zum Zugreifen. Nur einer der Gesuchten entkam der Zelle - dank einer Begleiterin mit gefülltem Portemonnaie.

Dresden. Am Hauptbahnhof, am Flughafen und in internationalen Fernzügen: Bei mehreren Fahndungskontrollen rund um das vergangene Wochenende hat die Bundespolizeiinspektion Dresden eine ganze Reihe von Ermittlungserfolgen verbucht. Die Beamtinnen und Beamten vollstreckten mehrere Haftbefehle und leiteten diverse Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz ein.

Vier Haftbefehle vollstreckt - einer entgeht der Zelle knapp

Im Einreisezug aus Prag geriet in den frühen Montagstunden ein 38-jähriger Tscheche ins Visier: Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Chemnitz wegen versuchten Diebstahls vor. Die geforderten 1.975 Euro konnte er nicht aufbringen - und wanderte, samt eines aufgefundenen Tütchens Amphetamin, in die JVA Dresden.

Ähnlich erging es einem 56-jährigen Polen am Hauptbahnhof, der eine Geldstrafe von 210 Euro schuldig blieb und nun eine siebentägige Ersatzfreiheitsstrafe absitzt. Am Flughafen Dresden trat ein 41-jähriger Tscheche, wegen besonders schweren Diebstahls gesucht, mangels 1.880 Euro eine 47-tägige Haft an. Glück im Unglück hatte nur ein 22-jähriger Deutscher: Für seine Strafe wegen Bedrohung und Beleidigung sprang eine Begleitperson ein und beglich die Summe an Ort und Stelle.

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Weiße Kugeln und eine Waffe im Gepäck

Bei den Kontrollen stießen die Einsatzkräfte auch auf verbotene Waffen und Drogen. Am 31. Juli fielen einem 19-jährigen Iraker beim Aussteigen aus einem Zug aus Tschechien weiße Kugeln aus der Geldbörse. Im Gepäck führte er zudem eine Kaltgas-Waffe mit sich - ohne die dafür nötige Erlaubnis. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen unerlaubten Führens einer Schusswaffe.

Getarnter Elektroschocker und Einbruchswerkzeug im Fernzug

Im selben internationalen Fernzug LE 232 kontrollierten die Beamten einen 50-jährigen Tschechen ohne Ausweispapiere. Auf der Dienststelle förderte die Durchsuchung Bemerkenswertes zutage: einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker sowie Cannabis. Dazu hatte der Mann Zangen und einen Bolzenschneider dabei - typisches Einbruchswerkzeug, das die Beamten vorsorglich sicherstellten. Er muss sich nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Konsumcannabisgesetz verantworten.

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