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Schulstunde auf der Welle: Dresden unterstützt Trend-Sportart am Kiessee Leuben

Zwei Mädchen in Neoprenanzügen, Schwimmwesten und Helmen fahren nebeneinander auf Wakeboards über das Wasser des Kiessees Leuben. Sie halten sich an Zugseilen fest und erzeugen Gischt. Im Hintergrund stehen grüne Bäume.
Schulsport auf dem Wasser: Ab dem Schuljahr 2026/2027 können Dresdner Schulklassen ab Klasse 5 am Kiessee Leuben Wasserski und Wakeboarding ausprobieren. Das Projekt wird von Decathlon finanziell unterstützt und verbindet Sport mit Umweltaktionen. Foto: Cable Dresden
Von: Cornelius de Haas
Zum Schuljahresstart können Dresdner Klassen den Sportunterricht aufs Wasser verlegen: Am Kiessee Leuben stehen Wasserski und Wakeboard auf dem Programm. Ein Sponsor drückt den Preis, knüpft daran aber eine kleine Bitte.

Dresden. Statt Bank drücken und Bälle fangen: Für Dresdner Schulklassen kann der Sportunterricht demnächst nass werden. Mit dem Schuljahr 2026/2027 bekommt der Unterricht eine ungewöhnliche Adresse: das Wasser. Am Wasserski- und Wakeboardzentrum am Kiessee Leuben können Klassen künftig Wasserski und Wakeboarding ausprobieren, zwei Trendsportarten, die im klassischen Lehrplan bislang keinen Platz hatten. Das Angebot richtet sich an die Klassenstufen 5 bis zur gymnasialen Oberstufe. Voraussetzung ist, dass alle Kinder schwimmen können; für Grundschulen ist der Sport nach Einschätzung des Betreibers noch zu früh.

Initiiert hat das Ganze Martin Riedel von WAKE UP! Concept. Die Patenschaft übernommen hat Bildungs- und Sportbürgermeister Jan Donhauser. „Schulsport hat sich in den vielen Jahrzehnten weiterentwickelt und nimmt richtigerweise neue Sportarten in den Unterricht", wird Donhauser zitiert. Die Idee, den Schulsport an die Wasserskianlage zu holen, habe ihn von Beginn an begeistert.

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Sicher versichert: der Rettungsschwimmer als Bedingung

Lange herrschte bei Schulen Unsicherheit, ob ein Besuch überhaupt über die gesetzliche Schülerunfallversicherung abgedeckt ist. Diese Frage ist nun geklärt: In Abstimmung mit dem Landesamt für Schule und Bildung und der Landesversicherungskasse Meißen ist das Angebot abgesichert; unter der Bedingung, dass neben der Lehrkraft ein Rettungsschwimmer mit Silber-Abzeichen dabei ist. Das ist bei vielen Sportlehrern ohnehin der Fall. Fehlt ein Rettungsschwimmer, lässt sich laut Riedel im Vorfeld einer über die DLRG organisieren. Anmelden müssen sich Klassen mindestens zwölf Tage im Voraus. Die komplette Ausrüstung - Schwimmwesten, Neoprenanzüge, Lernwakeboards und Paarski - stellt die Anlage.

Was es kostet und was Decathlon dazugibt

Beim Preis hilft ein Sponsor: Decathlon Dresden unterstützt jede teilnehmende Klasse einmalig mit 100 Euro. Der Schulklassentarif liegt bei 150 Euro pro Stunde. Kommt eine Klasse mit rund 20 Schülern für zwei Stunden, zahlt sie regulär 300 Euro abzüglich des Zuschusses bleiben 200 Euro.

Sport und Müllsammeln: der Umwelt-Zusatz

An den Zuschuss ist eine freiwillige Bitte geknüpft, die auf eine Idee von Decathlon zurückgeht: Die Klassen können ihren Sporttag mit einer Müllsammelaktion rund um den See verbinden. Wer nicht möchte, fährt trotzdem und bekommt den Rabatt. Das Sammel-Equipment stellt das Ortsamt Leuben, das den Müll anschließend auch entsorgt. Riedel verspricht sich davon einen Lerneffekt: Wer als Jugendlicher selbst Müll am Ufer aufgesammelt habe, spreche später auch andere darauf an.

Ein Gutschein für Sportlehrer

Damit Lehrkräfte den Sport selbst kennenlernen, gibt es ein zusätzliches Angebot: Sportlehrer aus Sachsen können bei der Anlage einen Anfängerkurs buchen und bekommen die Gebühr von 59 Euro gegen Vorlage des Dienstausweises zurückerstattet. Zwingend nötig für einen Klassenbesuch ist der Kurs nicht, den Anfängerkurs absolvieren die Schüler ohnehin gemeinsam vor Ort. Weitere Informationen gibt es unter www.cable-dresden.de.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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