Großbaustelle in Dresden: Darauf müssen DVB-Fahrgäste und Autofahrer nach Ostern achten
Die starke Nutzung der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte hat Spuren hinterlassen: Die Schienen und Weichen am südwestlichen Ende der Haltestelle „Sachsenallee“ haben laut DVB nach 25 Jahren ihre Verschleißgrenze erreicht. Damit die Bahnen dort weiter zuverlässig fahren können, investiert das Unternehmen rund 1,1 Millionen Euro in die Erneuerung. Die Bauarbeiten starten am Dienstag, dem 7. April, um 4:00 Uhr und sollen bis zum 21. April 2026 abgeschlossen sein.
Geteilte Linienführung für die Straßenbahnen 6, 8 und 13
Weil der Knotenpunkt während der Bauzeit für den Straßenbahnverkehr gesperrt werden muss, ändern die betroffenen Linien ihre Wege deutlich. Die Linienführungen werden teilweise miteinander verknüpft, damit die Stadtteile weiterhin möglichst gut angebunden bleiben.
Die Linie 6 fährt aus Richtung Wölfnitz planmäßig bis zum Albertplatz und fährt von dort als Linie 8 weiter nach Hellerau. Im Osten startet die „6“ in Niedersedlitz, fährt über den Schillerplatz zum Güntzplatz und wechselt dort die Nummer, um als Linie 13 nach Prohlis weiterzufahren.
Die Linie 8 wird in zwei Teile aufgeteilt. Der nördliche Ast fährt ab Hellerau über den Albertplatz nach Wölfnitz. Der südliche Teil bedient die Strecke von der Südvorstadt über den Hauptbahnhof zum Straßburger Platz. Von dort geht es in einer Schleife über den Fetscherplatz zurück zum Güntzplatz.

Die Linie 13 fährt aus Kaditz kommend nur bis zum Rosa-Luxemburg-Platz, wo die Bahnen an einem Gleiswechsel wenden. Der östliche Abschnitt aus Prohlis endet am Güntzplatz und geht dort in die Linie 6 Richtung Niedersedlitz über. Als Ersatz für die unterbrochenen Abschnitte richten die DVB die Ersatzbuslinie EV 6 ein. Diese verbindet den Bahnhof Neustadt über den Albertplatz und die Sachsenallee mit der Haltestelle Permoserstraße.
Sanierung unter hohem Verkehrsaufkommen
Geplant ist der Austausch von zwei Weichen, einem Abzweig sowie insgesamt 110 Metern Doppelgleis. Um den Lärm zu senken, setzen die DVB auf moderne Technik: Spezielle dämpfende Zwischenlagen zwischen den Schwellen und Schienen sollen künftig Vibrationen und Schall verringern. Die neuen Gleiselemente stammen aus der hauseigenen Werkstatt in Reick.
Auch der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Durch den teilweisen Einsturz der Carolabrücke ist die Achse über die Albertbrücke derzeit stärker belastet als üblich. Die DVB nutzen deshalb die verkehrsärmere Zeit der Osterferien, um die Auswirkungen für die Landeshauptstadt so gering wie möglich zu halten.
Einschränkungen für den Autoverkehr
Auch der Autoverkehr ist von der Baustelle betroffen. Vom 7. bis zum 17. April ist das Linksabbiegen von der Albertbrücke in die Gerokstraße nicht möglich; Autofahrer müssen eine Blockumfahrung über die Holbein- und Marschnerstraße nutzen. Auch die direkte Fahrt von der Güntzstraße zur Albertbrücke ist in diesem Zeitraum gesperrt.
Ab dem 17. April wird es für Autofahrer etwas einfacher: Alle Fahrbeziehungen werden wieder freigegeben, teilweise aber am Baufeld vorbeigeführt. Zur Absicherung der Umleitungsstrecken wird an der Kreuzung Güntzstraße/Holbeinstraße eine temporäre Ampelanlage installiert. Finanziert wird das Projekt neben Eigenmitteln der DVB auch über beantragte Fördermittel in Höhe von 700.000 Euro aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.