Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei mutmaßliche Mitglieder einer international agierenden Betrügerbande erhoben. Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden müssen sich ein 38-jähriger Serbe und eine 39-Jährige mit schwedischer und bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit unter anderem wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und der gewerbs- und bandenmäßigen Geldfälschung verantworten.
Was hinter den „RIP-Deals" steckt
Kern der Vorwürfe ist eine Betrugsmasche mit dem Namen „RIP-Deal". Dabei werden Unternehmer unter dem Vorwand eines lukrativen Geschäfts angelockt: Die Täter täuschen eine Kaufabsicht vor und bringen ihre Opfer so dazu, Vermögenswerte zu übergeben. Bezahlt wird jedoch mit Falschgeld. Am Ende steht das Opfer mit wertlosen Scheinen da, während die echten Werte verschwunden sind.
Genau so sollen die beiden Beschuldigten seit mindestens Januar 2023 als Teil der Bande erhebliche Schäden verursacht haben. Dem 38-Jährigen wird ein Schaden von rund 1.850.000 Euro zur Last gelegt, der 39-Jährigen etwa 780.000 Euro. Unter den Geschädigten sind auch zwei Dresdner Unternehmer, denen zusammen ein Schaden von rund 240.000 Euro entstanden sein soll.