Dresden: Wie ein Essen für 71,60 Euro am Ende 1.500 Euro kostete
Dresden. Es begann an einem Nachmittag in der Dresdner Südvorstadt: Gegen 16:30 Uhr nahmen ein 34-jähriger Tscheche und eine 28-jährige Tschechin in einem Restaurant Platz, bestellten Speisen und Getränke und ließen es sich schmecken - für insgesamt 71,60 Euro. Zahlen wollten die beiden allerdings von vornherein nicht.
Der Plan ging nicht auf. Noch im Lokal wurden sie gestellt und vorläufig festgenommen. Vor Gericht räumten beide die Tat ein.
Amtsgericht Dresden: Urteil wegen Zechprellerei schon einen Tag nach der Tat
Dann ging alles ganz schnell: Bereits einen Tag später, am 5. August 2026, verurteilte das Amtsgericht Dresden auf Antrag der Staatsanwaltschaft beide wegen Betrugs - den 34-Jährigen zu 900 Euro, die 28-Jährige zu 600 Euro Geldstrafe. Unterm Strich kostete das Essen die beiden damit rund das Zwanzigfache der ursprünglichen Rechnung.
Während die 28-Jährige bislang weder in Deutschland noch in Tschechien strafrechtlich in Erscheinung getreten war, war ihr Begleiter in seiner Heimat bereits einschlägig vorbestraft. Das Urteil ist rechtskräftig.