Dresden: Mann löst am Hauptbahnhof irren Dauereinsatz aus
Dresden. Es war eine Nachtschicht, die der Bundespolizei am Dresdner Hauptbahnhof in Erinnerung bleiben dürfte. In den frühen Morgenstunden des 2. August 2026 beschäftigte ein 34-jähriger Mann die Beamten gleich mehrfach - und das innerhalb von nur gut einer Stunde. Am Ende der Nacht stehen mehrere Ermittlungsverfahren im Raum.
Erster Einsatz: Beleidigungen, Drohungen und Cannabis
Los ging es gegen 2.05 Uhr. Der 34-Jährige soll zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren übel beschimpft und bedroht haben. Mitarbeiter der DB Sicherheit schritten ein, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann alkoholisiert war - und fanden bei ihm rund zwei Gramm Cannabis.
Zweiter Einsatz: Schlag ins Gesicht und Verfolgungsjagd durch die Kuppelhalle
Keine 45 Minuten später, gegen 3.18 Uhr, wurde eine Streife in der Kuppelhalle erneut auf den Mann aufmerksam. Nach Auswertung der Videoüberwachung ging der 34-Jährige auf eine 26-Jährige und ihren 30-jährigen Begleiter zu. Nach einem Wortgefecht soll er der Frau unvermittelt ins Gesicht geschlagen haben.
Ihr Begleiter reagierte sofort und schlug dem Angreifer mit der flachen Hand ins Gesicht. Es folgte eine Verfolgungsjagd quer durch die Kuppelhalle, die erst endete, als die Streife die beiden Männer trennte.
Gegen den 34-Jährigen und den 30-jährigen Begleiter wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.