IG Metall Ostsachsen weist Vorwürfe zurück
Die IG Metall Ostsachsen hat Aussagen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer scharf zurückgewiesen. Kretschmer hatte Gewerkschaften mangelndes Verständnis für die wirtschaftliche Lage vorgeworfen und eine höhere Produktivität der Arbeit gefordert. Besonders kritisch sieht die Gewerkschaft seine Unterstützung für eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich, wie sie jüngst auch vom Mercedes-Benz-Management ins Gespräch gebracht wurde.
Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, betont: „Die Beschäftigten sind nicht schuld an der wirtschaftlichen Misere.“ Wer in einer Zeit von Stellenabbau und Unsicherheit von den Menschen verlange, jede Woche fünf Stunden länger und ohne finanziellen Ausgleich zu arbeiten, handele unverantwortlich. Nach Einschätzung der Gewerkschaft steigert das nicht die Produktivität, sondern belastet die Belegschaften zusätzlich.