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Fast 10 Millionen Euro für das Allende-Viertel in Bautzen

Fast 10 Millionen Euro für das Allende-Viertel in Bautzen
Foto: Stadtverwaltung Bautzen
Von: Uwe Tschirner
Das Allende-Viertel in Bautzen erhält eine der größten Städtebauförderungen der vergangenen Jahre. Bis 2032 fließen knapp 10 Millionen Euro in Wohnen, Infrastruktur und Klimaresilienz.

Große Förderzusage für das Quartier im Osten Bautzens

Für das Allende-Viertel in Bautzen beginnt eine neue Entwicklungsphase: Am 6. August 2026 übergab die Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, den Zuwendungsbescheid für das Fördergebiet „Allende-Viertel – Gemeinsam Zuhause. Wohnen mit Zukunft!“. Damit erhält die Stadt Mittel aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“.

Insgesamt stehen Bautzen rund 9,98 Millionen Euro zur Verfügung. Der finanzielle Gesamtrahmen der Maßnahme liegt bei rund 14,9 Millionen Euro. Allein im Programmjahr 2026 werden zunächst 3,12 Millionen Euro bereitgestellt. Die Finanzhilfen sind bis einschließlich 2032 eingeplant und schaffen die Grundlage für eine schrittweise Umsetzung der Vorhaben.

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Beteiligung der Bürgerschaft prägt das Entwicklungskonzept

Der Förderentscheidung ging ein breiter Beteiligungsprozess voraus. Bereits 2023 brachten rund 120 Menschen bei einer Ideenkonferenz ihre Vorstellungen für die Zukunft des Quartiers ein. Anschließend folgten Gespräche mit Wohnungsunternehmen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und weiteren Akteuren vor Ort.

Im Herbst 2025 erhielten auch die Einwohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, sich in einer Bürgerbefragung zu beteiligen. Die Rückmeldungen flossen direkt in das städtebauliche Entwicklungskonzept ein, das der Stadtrat im November 2025 beschloss. Dieses Konzept bildete die Grundlage für die erfolgreiche Antragstellung.

Investitionen in Wohnen, Bildung und Begegnung

Das rund 26 Hektar große Allende-Viertel soll in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickelt werden. Geplant sind Investitionen in die soziale Infrastruktur, mehr Barrierefreiheit sowie eine Aufwertung des Wohnumfeldes. Damit sollen Alltagswege erleichtert und die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessert werden.

Ein zentraler Baustein ist die Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen: Das Hochhauscafé soll zu einem generationsübergreifenden Begegnungsort werden, der Allende Treff zu einem Gesundheits- und Quartierszentrum. Außerdem sind die energetische Sanierung der Allende-Oberschule inklusive ihrer Außenanlagen sowie die Modernisierung von Straßenräumen, Grünanlagen und Spielplätzen vorgesehen.

Klimaanpassung als wichtiger Bestandteil der Planung

Neben den sozialen und baulichen Vorhaben spielt die Anpassung an den Klimawandel eine wichtige Rolle. Mit einem Schwammstadtkonzept will die Stadt Regenwasser künftig besser speichern und nutzen, versiegelte Flächen reduzieren und zusätzliche Grünstrukturen schaffen.

Entsiegelungen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen sollen das Viertel klimaresilient und zukunftsfähig machen. Gerade in dicht bebauten Wohngebieten gewinnt diese Form der Stadtentwicklung an Bedeutung, weil sie sowohl das Mikroklima verbessert als auch die Aufenthaltsqualität steigert.

Unterstützung von Bund, Land und Stadt

Staatsministerin Regina Kraushaar betonte bei der Übergabe, dass es im Städtebau-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ vor allem darum gehe, dass ein Quartier im Alltag funktioniere – mit sicheren Wegen, Treffpunkten, guter Erreichbarkeit und Angeboten für Jung und Alt. Das Programm unterstütze gezielt Stadtteile, in denen lebendige Nachbarschaften und gut nutzbare Orte zum Wohnen, Lernen und Leben im Mittelpunkt stehen.

Auch Oberbürgermeister Karsten Vogt zeigte sich dankbar für die Zusage. Er hob hervor, dass die Förderung ein wichtiges Signal sei, weil Stadtentwicklung alle Stadtteile umfassen müsse. Die Mittel machten zukunftsweisende Investitionen in Wohnen und Umwelt möglich und könnten das Quartier im Osten Bautzens attraktiver, lebens- und liebenswerter machen.

Ausblick bis 2040

Mit dem Förderbescheid beginnt nun die Umsetzungsphase. Die im städtebaulichen Entwicklungskonzept festgelegten Maßnahmen sollen bis 2040 schrittweise realisiert werden. Ziel ist es, das Allende-Viertel nachhaltig als attraktiven Wohn- und Lebensstandort zu stärken.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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