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Effizienz fehlt: Dresden verliert trotz Führung beim SCP

Effizienz fehlt: Dresden verliert trotz Führung beim SCP
(Foto: Florian Kassner)
Von: 1953 Update

Trotz kurzfristigen Ausfall von Keller: Dynamo führt zur Pause

Trainer Thomas Stamm musste unmittelbar vor dem Spiel umplanen: Innenverteidiger Thomas Keller fällt krankheitsbedingt aus und steht nicht im Kader. Für ihn rückt das 20-jährige Eigengewächs Müller in die Startelf und übernimmt in der Innenverteidigung.

Die Partie begann mit Tempo auf beiden Seiten. Dynamo näherte sich früh an, doch Sterner verzog deutlich. Auf der Gegenseite wurde es ebenfalls gefährlich, als Curda eine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz über das Tor setzte.

In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Besonders Dynamo kam immer wieder gefährlich vors Tor, doch Dennis Seimen im Kasten der Paderborner parierte mehrfach stark unter anderem gegen Vermeij und bei Abschlüssen von Bobzien.

In der 31. Minute hatte Paderborn dann Glück, als Seimen sich bei einer Hereingabe verschätzte und den Ball gerade noch an den Pfosten lenkte. Nur eine Minute später fiel dann die Führung: Nach einer Ecke von Sterner steigt Vermeij am zweiten Pfosten unbedrängt hoch und köpft zur 1:0-Führung ein. Es ist bereits das siebte Eckballtor der Dresdner in dieser Saison und zugleich Vermeijs siebter Treffer.

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Paderborn reagierte auf den Rückstand mit mehr Offensivdrang, blieb jedoch im Abschluss zu ungenau. Die Dresdner Defensive stand kompakt und ließ bis zur Pause keinen weiteren Treffer zu.

So geht Dynamo trotz des kurzfristigen Ausfalls von Keller mit einer knappen, aber verdienten 1:0-Führung in die Halbzeit.

Vergebene Großchance rächt sich: Paderborn dreht nach der Pause auf

Direkt nach Wiederanpfiff blieb Dresden zunächst gefährlich. Vermeij kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Dennis Seimen im Tor der Gastgeber packte sicher zu. Auf der Gegenseite entwickelte Paderborn zunehmend Druck vor allem über Curda und den eingewechselten Tigges, die immer wieder für Unruhe im Strafraum sorgten.

Die Partie wurde nun offener. Dresden hatte dabei die große Chance auf das 2:0: Erst scheiterte Bobzien mit einem starken Solo an der Latte, den Nachschuss von Ceka parierte erneut Seimen. Kurz darauf musste der SCP-Keeper sogar ein beinahe-Eigentor verhindern, als ein abgefälschter Ball gefährlich aufs eigene Tor trudelte.

Dann die spielentscheidende Szene: In der 63. Minute ließ Dynamo die Riesenchance zur eventuellen Vorentscheidung liegen. Nach einem schnellen Angriff legte Hauptmann quer auf Daferner, doch der Angreifer kam aus dem Tritt: Seimen rettete stark. Eine vergebene hundertprozentige Möglichkeit, die sich rächen sollte.

Und genau so kam es. Nur drei Minuten später schlug Paderborn zurück: Nach einer Flanke von Götze setzte sich Tigges durch und köpfte mit dem Hinterkopf zum Tor zum 1:1-Ausgleich ein.

Die Gastgeber blieben am Drücker und hatten wenig später die große Chance zur Führung, doch Marino setzte den Ball aus kürzester Distanz knapp vorbei. Dresden wirkte nun zunehmend unter Druck, kam aber durch Müller noch einmal zu einer guten Kopfballchance.

In der 85. Minute war es dann passiert: Nach einer Ecke von Obermair konnte Dynamo-Keeper Schreiber den Ball nicht klären, Tigges stand goldrichtig und drückte die Kugel per Hinterkopf über die Linie Doppelpack und Spiel gedreht.

In der Schlussphase hatte Paderborn sogar die Entscheidung auf dem Fuß, doch Michel vergab überhastet. Dresden warf noch einmal alles nach vorn, kam in der Nachspielzeit durch Müller zur letzten Gelegenheit – doch erneut war Seimen zur Stelle und verhinderte den Ausgleich.

So bleibt es am Ende bei einer bitteren 1:2-Niederlage für Dynamo Dresden, das nach starker erster Hälfte ohne Punkte die Heimreise antreten muss.

(DS)

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