Der Tourismusverband Dresden (TVDD) e.V. blickt mit Sorge auf den Haushaltsentwurf 2025 der Stadt Dresden. Die geplanten Kürzungen im Kulturbereich könnten gravierende Auswirkungen auf die Tourismusbranche haben und das internationale Ansehen der Stadt gefährden. Die Stadtverwaltung plant, in den Jahren 2025 und 2026 jährlich 3,5 Millionen Euro im Kulturbereich einzusparen. Dies trifft eine Branche, die jährlich 28 Millionen Euro tourismusinduzierte Steuereinnahmen generiert und mit einem Bruttoumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro eine der stabilsten wirtschaftlichen Säulen Dresdens darstellt.
Dresdens kulturelle Vielfalt als Tourismusmagnet
Dresden gilt mit seinen zahlreichen Museen, Theatern und Veranstaltungen als kulturelles Zentrum. Die Stadt beherbergt 48 Museen, darunter das weltberühmte Grüne Gewölbe, die Gemäldegalerie Alte Meister und das Deutsche Hygiene-Museum. Auch die 36 Theater und Bühnen, darunter die berühmte Semperoper, ziehen Besucher aus aller Welt an. Kulturelle Großveranstaltungen wie die Dresdner Musikfestspiele, die Filmnächte am Elbufer und die Jazztage Dresden prägen das Stadtbild und tragen wesentlich zur Attraktivität der Stadt bei.
Martin Raich, Generalmanager des Dresdner Hilton Hotels und stellvertretender Vorsitzender des TVDD, betont: „Eine Kürzung der Mittel könnte nicht nur Arbeitsplätze gefährden, sondern auch die Anziehungskraft der Stadt nachhaltig schmälern.“ Er verweist auf die Bedeutung der Bettensteuer, die 2023 rund 13 Millionen Euro einbrachte und 2024 weiter steigen soll. Diese Einnahmen fließen direkt in die Stadtkasse, ebenso wie Steuern aus dem Einzelhandel und der Gastronomie, die von Touristen profitieren.