Volkswagen hat kürzlich eine bedeutende Entscheidung getroffen, die die Produktionspläne des Elektromodells ID.3 betrifft. Ursprünglich geplant war, dass neben dem sächsischen Zwickau auch das Stammwerk in Wolfsburg in die Produktion des ID.3 einsteigt. Diese Pläne wurden nun gestrichen, womit der ID.3 weiterhin exklusiv in Sachsen gefertigt wird.
Die Entscheidung gegen die geplante Überlaufproduktion in Wolfsburg, die sich bereits verzögert hatte, fiel vor dem Hintergrund einer geringeren Nachfrage nach dem ersten Modell der MEB-Elektroplattform als ursprünglich angenommen. Ein Sprecher des Konzerns erklärte am Freitag in Wolfsburg, dass der für den Sommer angedachte Montagestart im Stammwerk nicht stattfinden wird. Stattdessen wird das Volumen des ID.3 weiterhin in Zwickau gebündelt, um den dort bereits vollständig eingerüsteten Standort effektiv auszulasten.
Diese Neuorientierung spiegelt eine strategische Entscheidung wider, die von VW-Produktionsvorstand Christian Vollmer in einem Interview mit der "Braunschweiger Zeitung" erläutert wurde: "Unter dem Strich zählt jeder Euro, den wir nicht zwingend ausgeben müssen." Ursprünglich sollte die Produktion des ID.3 in Wolfsburg dazu dienen, politische Interessen zu bedienen und zusätzliche Kapazitäten für das Modell zu schaffen. Doch die Realität hat die Pläne überholt: Die Nachfrage nach dem ID.3 blieb hinter den Erwartungen zurück, weshalb sogar befristete Verträge von Leiharbeitern in Sachsen nicht verlängert und die Produktion heruntergefahren wurde.