Vor genau 70 Jahren wurde ein kleines Pfefferminzbonbon auf der Leipziger Herbstmesse präsentiert und eroberte schnell die Herzen von Jung und Alt. Unter dem schlichten Namen „pfeffi“ avancierte es rasant zum süßen Kult in der DDR. Doch nach der Wende schien das Ende des beliebten Bonbons besiegelt. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Wilfried Opitz, der 1996 die Marke rettete, und der Partnerschaft mit der bayerischen Firma Pit Hofmann GmbH & Co KG. aus Stephanskirchen bei Rosenheim, konnte pfeffi nicht nur wiederbelebt werden, sondern sich als gesamtdeutsche Erfolgsgeschichte etablieren. Heute ist pfeffi bereit, auch die internationalen Märkte zu erobern.
Ein Neustart mit Leidenschaft
Von 1992 bis 1996 suchte Opitz nach Möglichkeiten, die Marke zu schützen, und baute auf die Rückbesinnung vieler Ostdeutscher auf einheimische Produkte. Mit Unterstützung seines Netzwerks, das er während der DDR-Zeit in der Süßwarenindustrie aufgebaut hatte, begann er ab 1996 intensiv nach einem neuen Produzenten zu suchen. Schließlich wurde er 1998 fündig: Die bayerische Firma Pit, die ebenfalls Pfefferminzbonbons herstellte, zeigte Interesse. „Die Maschinen dort waren identisch mit unseren in Markkleeberg, und der Inhaber und Geschäftsführer Rainer Hoffmann sah sofort, was pfeffi ausmacht. Wir wussten beide, worüber wir sprechen, und wurden uns schnell einig“, so Opitz.
Pit investierte in zusätzliche Technik, überarbeitete den gesamten Markenauftritt, stellte die Werbung neu auf und begann 1999 die Produktion. 2000 wurde pfeffi auf der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln wieder vorgestellt – mit durchschlagendem Erfolg. Große Handelsketten wie Metro und Lekkerland nahmen das Bonbon ins Sortiment auf. „Es waren emotionale Momente, als ehemalige Einkäufer aus DDR-Zeiten und viele pfeffi-Fans auf mich zukamen und sich freuten, dass es pfeffi wieder gibt“, erinnert sich Opitz.