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Zwei Tage nach Finalniederlage: Wer geht, wer kommt, wer bleibt beim DSC?

Zwei Tage nach Finalniederlage: Wer geht, wer kommt, wer bleibt beim DSC?
Spielführerin Patricia Nestler (l.) und die holländische Nationalspielerin Jette Kuipers verlängerten ihre Verträge beim Dresdner SC um eine weitere Saison. Foto: Alexander Hiller
Von: Alexander Hiller
Mit Patricia Nestler und Jette Kuipers verlängern zwei Leistungsträgerträgerinnen bei den Dresdner Volleyballerinnen ihre Verträge, dennoch kündigt Trainer Alexander Waibl einen großen Umbruch an. Zu dem könnte auch ein Sensations-Comeback zählen, denn das Spielerbudget wird aufgestockt.

Die Wunden nach dem vorzeitigen Ende der Finalserie um die deutsche Volleyballmeisterschaft sind beim Dresdner SC noch frisch. Doch nach den drei Niederlagen gegen den neuen deutschen Champion VfB Suhl versorgt der Supercup-Sieger diese Schrammen gleich selbst - und das mit Pflaster, die den einordnenden Zusatz "Trost" nicht verdient haben.

Am Freitag verkündete der DSC im Rahmen einer Pressekonferenz die Vertragsverlängerungen mit zwei Leistungsträgerinnen. Kapitänin Patricia Nestler und die holländische Außenangreiferin Jette Kuipers unterzeichneten jeweils neue Arbeitspapiere für die kommende Spielzeit. "Für mich war es keine schwere Entscheidung, ich fühle mich superwohl hier, wir haben hier sehr professionelle Bedingungen und ich habe die Chance, mich sehr gut weiterzuentwickeln", sagte Libera Patricia Nestler, die aus Radebeul stammt. Sie geht also bereits in ihre dritte Saison bei den DSC-Profis, Kuipers in ihre zweite.

"Wir haben versucht, mit beiden Spielerinnen schon sehr zeitig zu sprechen", sagte DSC-Trainer Alexander Waibl und betonte zur Personalie Jette Kuipers: "Sie ist jemand, die in ihrer Position aus der Balance zwischen Annahme und Angriff für eine Mannschaft sehr, sehr wertvoll ist. Die 23-jährige Holländerin war in der Hauptrunde mit 182 Punkten die drittbeste DSC-Spielerin in dieser Statistik und ihr lagen auch Angebote anderer Vereine vor.

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Waibl kündigt großen Umbruch an

Die so zeitig nach dem Saisonfinale verkündeten Vertragsverlängerungen führen indes unweigerlich zur Frage, wie sich der DSC in der kommenden Serie personell aufstellt, wie groß der Umbruch diesmal ausfallen wird. Im Durchschnitt muss Waibl in jeder Saison zwischen fünf bis sieben Neuzugänge integrieren und damit die entsprechenden Abgänge kompensieren.

Also wer bleibt noch beim DSC? Die jungen Mittelblock-Eigengewächse Mette Pfeffer (bis 2028) und Florentine Rosemann (2027) stehen ebenso noch unter Vertrag wie Teresa Ziegenbalg (2028). damit sind fünf Positionen fix, alle anderen Kontrakte laufen nun aus.


DSC-Trainer Alexander Waibl (l.) musste mal wieder einen großen Umbruch ankündigen, Geschäftsführerin Sandra Zimmermann (r.) stellt ihm aber ein höheres Spielerinnen-Budget zur Verfügung. Foto: Alexander Hiller

"Der Umbruch wird schon auch sehr groß sein", kündigt Waibl an und erklärt anschließend gleich, weshalb das wieder so ist. "Der Grund liegt darin, dass es Spielerinnen gibt, die man vielleicht gerne halten würde, aber aus wirtschaftlichen oder sportlichen Gründen nicht kann. Dann gibt es Profis, die man gern halten würde, aber nicht in der Rolle, die die Spielerin gern hätte und dann gibt es welche, die vielleicht zu teuer sind oder es ist etwas anderes", sagt der 58-Jährige und meint damit wohl Profis, die nicht ganz so aufgetreten sind, wie sich das der Verein erhofft hatte.

Superangreiferin Levinska auf dem Absprung

Zu denen, die der deutsche Vizemeister sicher gern halten würde, gehört Diagonalangreiferin Marta Levinska. Die lettische Nationalspielerin wurde nach dem leztrn Finalspiel als MVP der Bundesligasaison gekürt. Ob der DSC die Linkshänderin ein zweites Mal halten kann, ist mehr als fraglich. Das trifft wohl auch auf Lorena Lorber Fijok zu. Die emotionale Slowenin erlebte mit der abgelaufenen Spielzeit auch ihre zweite DSC-Saison.

Fest steht bereits der Abgang des japanischen Super-Talents Miku Akimoto, zumindest wenn man verschiedenen Quellen glauben darf. Die vom japanischen Spitzenklub Victorina Himeji ohnehin nur ausgeliehene Nationalspielerin wird nach Informationen des türkischen Internetportals volleyball.uni zum italienischen Erstligisten Busto Arsizio weiterverliehen.

Offen ist, wie und ob der sechsfache deutsche Meister mit Zuspielerin Emma Grome, ihrer US-Landsfrau Amelia van der Werff, der Kanadierin Amanda Siksna, der Holländerin Rosa Entius und der zweiten Zuspielerin Larissa Winter plant.

Kommt Zuspielerin Straube zurück?

Denn auf ihrer Position bahnt sich eine sensationelle Rückkehr an. Nationalspielerin Sarah Straube war nach der Saison 2025 zum italienischen Erstligisten Omag-MT San Giovanni in Marignano gewechselt - und nach ihrem dortigen Saisonende wieder nach Dresden zurückgekehrt. Tag24 berichtete zunächst über die Straubes mögliche Rückkehr, ohne dafür feste Anhaltspunkte zu nennen.

Fakt ist: Ihr Freund Ben wohnt noch in Dresden. Mit dem Hobbyfußballer führte sie zuletzt eine Fernbeziehung. Zu den Rückkehr-Gerüchten um ihre Person äußerte sich Straube auf Nachfrage von diesachsen.de nicht, dementierte sie in ihrer freundlichen Antwort aber auch nicht. Mit Straube könnte auch eine weitere deutsche Nationalspielerin beim DSC anheuern. Diagonalangreiferin Lena Kindermann (27) wird mit Dresden in Verbindung gebracht. Die Linkshänderin, die zuletzt beim italienischen Erstligisten spielte, könnte Marta Levinska ersetzen.

Weiterhin ranken sich Gerüchte um die Amerikanerin MacKenzie Foley, die vom neuen deutschen Meister Suhl an die Elbe wechseln könnte. Deren Landsfrauen Morgan Geddes (zuletzt Lausanne) und Maia Dvoracek (Neuchatel) sitzen offenbar mit auf dem Personalkarussell. Zu allen Gerüchten hat sich der Dresdner SC traditionsgemäß nicht geäußert.

Alexander Hiller
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Alexander Hiller

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