Freigängerkatzen gehören in Sachsen zum gewohnten Bild. Ob in den Dörfern der Oberlausitz, am Stadtrand von Dresden oder in den Gartenvierteln von Leipzig. Wer seiner Katze den Auslauf ins Grüne gönnt, kennt allerdings auch die Kehrseite dieser Medaille. Früher oder später liegt eine Maus im Flur, ein Vogel flattert durchs Wohnzimmer oder ein halb lebendiges Beutetier verschwindet hinter dem Sofa. Was für die Katze ein Erfolgserlebnis ist, bedeutet für viele Haushalte Stress, Ekel und mitunter schlaflose Nächte. Doch warum bringen Katzen ihre Beute mit nach Hause und lässt sich das verhindern?
Klassische Lösungen stoßen an Grenzen
Viele Katzenhalter versuchen zunächst, das Problem mit einfachen Mitteln in den Griff zu bekommen. Glöckchen am Halsband sollen Beutetiere warnen, nächtliches Hausverbot soll die Hauptjagdzeit entschärfen und manche kontrollieren ihre Katze schlicht bei jedem Hereinlassen persönlich. Wirklich zuverlässig funktioniert keiner dieser Ansätze. Glöckchen mindern die Jagderfolge nur begrenzt und Halsbänder können gefährlich werden, weil Tiere hängen bleiben könnten. Eine dauerhafte Kontrolle an der Tür ist im Alltag zudem kaum durchzuhalten und wer nachts mehrfach aufsteht, um die Katze zu inspizieren, zahlt einen hohen Preis für den Freigang seines Tieres.
Auch herkömmliche Mikrochip-Katzenklappen lösen das Problem nicht. Sie erkennen zwar, welche Katze hineinmöchte, und sperren fremde Tiere, Marder oder Waschbären aus, ob die eigene Katze dabei eine Maus im Maul trägt, bleibt für die Klappe jedoch unsichtbar.
Künstliche Intelligenz an der Katzenklappe
Wer nach einer technischen Lösung für dieses Problem sucht, findet mit Zeromouse.com ein System, das genau für diesen Anwendungsfall entwickelt wurde. Kamerabasierte Technik mit intelligenter Beuteerkennung analysiert, ob eine Katze mit oder ohne Beute vor der Katzenklappe steht. Eine Kamera erfasst die Katze beim Herannahen, eine künstliche Intelligenz erkennt Beutetiere im Maul und hält die Katzenklappe in diesem Fall verriegelt. Legt die Katze ihre Beute draußen ab, öffnet sich der Zugang wieder. Das Tier behält seine Freiheit, das Haus bleibt beutefrei.
Der Vorteil solcher Systeme liegt in ihrer Kompatibilität. Statt die vorhandene Katzenklappe komplett zu ersetzen, lassen sich die Erweiterungen mit gängigen Mikrochip-Klappen kombinieren, wie sie in vielen Haushalten bereits verbaut sind. Die Montage erfordert weder Fachkenntnisse noch bauliche Veränderungen. Über eine App können Halter zudem nachvollziehen, wann ihre Katze das Haus betreten hat und wie oft Beute erkannt wurde. Die Erkennung verbessert sich dabei fortlaufend, da die Software mit jeder Nutzung dazulernt und auch seltenere Beutetiere wie Frösche oder Eidechsen zuverlässig identifiziert.