In Sachsen gibt es ein großes Potenzial für die Gaming-Branche, doch bisher bleibt es weitgehend ungenutzt. Obwohl es einige Erfolge gibt, wie die kürzlich gestartete Videospielmesse "Caggtus" in Leipzig und das erfolgreiche Entwicklerstudio Toxtronyx, haben sächsische Entwicklerstudios und Videospiele es schwer, auf dem Markt Fuß zu fassen. Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen nur zum Teil am Geld. In diesem Beitrag werden die Herausforderungen, Hindernisse und mögliche Lösungsansätze für die sächsische Gaming-Branche beleuchtet.
Die sächsische Gaming-Branche besteht größtenteils aus Klein- und Kleinstunternehmen, von denen viele am oder unter dem Existenzminimum leben. In einer Standort-Bewertung der deutschen Gaming-Branchenverbände landete Sachsen auf dem letzten Platz, und das nicht ohne Grund. Eine der Hauptursachen liegt in der fehlenden spezifischen öffentlichen Förderung für Videospiele. Es gibt zwar Fördermöglichkeiten durch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), doch diese sind in erster Linie auf Filme und Fernsehproduktionen ausgerichtet. Die Förderung von Videospielen und deren Entwicklerstudios bleibt dabei häufig auf der Strecke.