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Was mit dem Großenhainer Panzerregiment passiert ist

Was mit dem Großenhainer Panzerregiment passiert ist
NVA-Panzer in Großenhain. Foto: privat
Von: Meißen News
Am 14. April erinnert Major a.D. Werner Löffler an die Geschichte des Großenhainer NVA-Panzerregiments „Leo Jogiches“.

Panzergeschichte in Großenhain. Am 14. April lädt der Förderverein Museum Alte Lateinschule e. V. zu einem Zeitzeugenvortrag über die Geschichte des Großenhainer Panzerregiments „Leo Jogiches“ ein. Major a.D. Werner Löffler wirft dabei einen Blick zurück auf Entwicklung, Alltag und Umbrüche der Einheit und ergänzt seine Schilderungen mit historischem Bildmaterial.

Löffler war seit 1969 Angehöriger des Großenhainer Panzerregiments. In seinem Vortrag berichtet er aus der Perspektive eines Offiziers, der die Strukturen über Jahrzehnte erlebte und mitgestaltete. Gezeigt werden Fotos aus verschiedenen Dienstabschnitten, die Einblicke in Ausbildung, Technik und Standortleben geben. Der Referent verbindet die Dokumente mit persönlichen Erinnerungen und ordnet sie in den jeweiligen historischen Kontext ein.

Einen Schwerpunkt bildet die Phase der späten 1980er Jahre. Nach Angaben der Veranstalter leitete Löffler maßgeblich die Umwandlung des Regiments zur Ausbildungsbasis im Jahr 1989 – eine Zeit, in der sich politische und militärische Rahmenbedingungen in kurzer Folge änderten. Im Anschluss an die Wende folgte 1990 der Wechsel der Uniform: Löffler schildert die Übergänge und die Herausforderungen, die mit neuen Zuständigkeiten und Strukturen einhergingen.

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Abschließend geht es um die Abwicklung der NVA-Bestände. Löffler betreute nach eigenen Angaben die Räumung und Verwaltung von Material im Verdichtungsdepot und berichtet über logistische Abläufe sowie die praktische Umsetzung des Rückbaus. Das Regiment gehörte zu 7. NVA-Panzerdivision, dessen Kommandeur Oberst Volker Bednara die Truppenteile am 3. Oktober 1990 der Bundeswehr übergab.

Leo Jogiches (1867-1919) war ein russischer Revolutionär und langjähriger Lebensgefährte von Rosa Luxemburg.

Ergänzt wird das Programm durch Ausschnitte eines Films aus dem Jahr 1980. Beginn ist um 18:00 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

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