Zwei Drittel seines Umsatzes macht Coswig Guss im Ausland. Noch, denn es werde immer schwerer, sich gegen die Konkurrenz aus Fernost zu behaupten. Und auch das Geschäft im Inland ist rückläufig, die Wirtschaftskrise inklusive Investitionszurückhaltung deutlich spürbar, sagt Dario Kratzsch.
Der General Manager am Standort Coswig hat am Dienstag Torsten Herbst begrüßt. Der FDP-Politiker nutzt regelmäßig Besuche in und um Dresden, um mit Unternehmern ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, „wo der Schuh drückt“.
Coswig Guss betreibt auf rund 40.000 Quadratmetern zwei Gießereien. Hier werden tonnenschwere Walzen gefertigt, die man benötigt, um Eisenbahnschienen in Form zu bringen, hier werden aber auch Rotorhohlwellen für Windräder gefertigt. Dabei denkt das Unternehmen groß. 2003 wurde die erste Welle für eine 5-Megawatt-Anlage ausgeliefert. Ein einträgliches Geschäft, bis 2016. Da ebbte der Windkraftboom ab und einer der Hauptkunden ging pleite. Doch die Stahlwerker orientierten sich neu. Sicherheit gab und gibt der DIHAG-Verbund mit seinen zehn Gießereien, der nahezu die komplette Wertschöpfungskette abdeckt.