Riesaer Stahl-Lehrlinge in der Stahlwerk-Ausstellung. Dieser Tage besuchten Feralpi-Auszubildenden das Stadtmuseum Riesa, um die Geschichte des Stahlwerkes greifbar zu erleben und Zusammenhänge zu verstehen. Die Besuche standen unter dem Fokus, Ausbildungsinhalte mit historischen Entwicklungslinien zu verknüpfen, teilte Feralpi mit.
In der Ausstellung "Gesichter der Arbeit" erhielten die Teilnehmer Einblicke in Arbeits- und Lebensbedingungen früherer Generationen. Exponate und Zeitzeugnisse machten deutlich, wie Arbeit, Sozialstrukturen und Technik den Alltag prägten und welche sozialen Folgen industrielle Prozesse hatten. Der anschließende Workshop "Ein Tag im Leben eines Stahlwerkers" bot eine praktische Annäherung: Alltag, Gefährdungen und Routinen im Stahlwerk wurden erläutert und in Bezug zur Entwicklung des heutigen Werksgeländes gesetzt. Die Auszubildenden bekamen so ein besseres Verständnis für die technischen und historischen Hintergründe ihres Ausbildungsumfeldes.
Im Anschluss folgte das Azubi-Kaffee mit General Manager Uwe Reinecke sowie Vertretern des Betriebsrates und der Personalabteilung. Auch Führungskräfte aus Stahlwerk und Drahtwerk standen für fachliche Fragen zur Verfügung. In der offenen Gesprächsrunde wurden Ausbildungsthemen, aktuelle Herausforderungen und mögliche Verbesserungsansätze direkt angesprochen.
Das Stadtmuseum Riesa zeigt in der Sonderausstellung 90 Industriebilder, die Stahlwerk und Arbeiter in den Fokus rücken – gemalt und gezeichnet von Kunstschaffenden aus Riesa und der Region. Die meisten der Bilder sind in den Jahren 1945 bis 1990 entstanden. Ergänzt wird die Schau durch Leihgaben von Kunstschaffenden verschiedener Generationen, darunter Paul und Margret Häusler und Lea Grundig. Rund 12.000 Menschen haben Ende der 80er-Jahre im Stahlwerk Riesa, inklusive des Werks in Zeithain, gearbeitet.
Informationen zur Ausstellung
"Gesichter der Arbeit" – Das Stahl- und Walzwerk Riesa in Werken der bildenden Kunst
noch bis 26.03.2026
Stadtmuseum Riesa
Poppitzer Platz 3
01589 Riesa
Eintritt:
4 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro
bis 16 Jahre freier Eintritt.
Hier gibt es mehr zur Austellung.