Was wirklich auffällig ist an der Leipziger Buchmesse? Im dichten Gedränge in den fünf Messehallen bewegen sich sehr viele jungen Leute. Oft haben sie ein Kostüm angezogen, mangamäßig oder wikingerhaft. Ihr Treffpunkt ist vor allem die Halle 1, die von Manga Comic dominiert wird. Aber die Jugend steht auch blätternd an den Ständen und sitzt in Diskussionsforen mit Autoren und Verlegern.
Die Meißner Verlegerin Barbara Miklaw hat ihren kleinen Stand in Halle 5. Vor 15 Jahren hat sie ihren Mirabilis Verlag gegründet. Der Sitz ist in Miltitz, Gemeinde Klipphausen. Etwa vier bis sechs Bücher bringt sie pro Jahr heraus. Zumeist ist es anspruchsvolle Belletristik, oft in Verbindung mit bildender Kunst. Ebenso wichtig sind ihr Kinderbücher. "Der kleine Dichter und der Duft" beispielsweise, ein preisgekröntes lettisches Kinderbuch, das sogar nach Erdbeeren duftet. Man kann mit dem Finger über eine aufgedruckte Erdbeere fahre und dann duftet der Finger fruchtig. "Die Druckerei hat einen Lack mit Duftpartikeln verwendet, die sich nicht abnutzen. Der Erdbeerduft bleibt für immer", sagt Miklaw zu Meißen News. Die Auflagen ihrer Bücher bewegen sich oft im kleinen Hunderter-Bereich. Von ihrem Bestseller wurden 2.000 Stück verkauft.
