Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen hat eine Darstellung in der Sächsischen Zeitung und der Leipziger Volkszeitung vom 21. August 2026 zurückgewiesen. Dort war unter anderem zu lesen, der Freistaat Sachsen habe dem Unternehmen allein 2023 und 2024 rund 52,2 Millionen Euro Zuschüsse gegeben, um einen Zusammenbruch zu verhindern.
Die Manufaktur nannte diese Formulierung irreführend. Sie erwecke den Eindruck, das Unternehmen mache derzeit jährliche Verluste in zweistelliger Millionenhöhe, die das Land ausgleichen müsse. Das sei nicht der Fall. Die 52,2 Millionen Euro beträfen vor allem die Umwandlung nachrangiger Gesellschafterdarlehen aus früheren Jahren, der größte Teil stamme aus der Zeit vor 2015. Damals hatte die Manufaktur unter dem früheren Geschäftsführer Christian Kurtzke versucht, sich zum Luxuskonzern mit Kleidung, Möbeln, Accessoires und Schmuck zu entwickeln. Das Konzept scheiterte. Enthalten seien außerdem Mittel aus der Restrukturierung 2019 und Corona-Hilfen. Die Zahlen seien nicht neu. Korrekt sei: Für 2023 und 2024 erhielt das Unternehmen zusammen sechs Millionen Euro als Kulturlastausgleich.