Langsam schwebt das eiförmige Rohr am Baggerarm über der tiefen Baugrube. Ein Stück nach rechts, signalisiert Polier Ricco Kirchner mit einem Fingerzeig dem Baggerfahrer. Jetzt ist der 3,5 Tonnen schwere Koloss in der richtigen Position und wird langsam in die sieben Meter tiefe Grube hinabgelassen, wo Vorarbeiter Maik Pirnke und Tiefbauer Bekir Güzel schon bereitstehen. Das ist mittlerweile Alltag für das fünfköpfige Team der Coswiger Tiefbaufirma Heinrich Lauber, das seit September vergangenen Jahres aus einem besonderen Grund am Rande des Geländes der Dresdener Mühle an der Bremer Straße einen neuen Abwasserkanal baut.
Die Produkte von Sachsens größter Getreidemühle sind gefragt. Sie gehört zur familiengeführten Mühlengruppe Bindewald und Gutting, die neun Mühlen in ganz Deutschland besitzt. Weil immer mehr Mehlsorten gebraucht werden, für Croissants und Burger, für Pizzateig und Soßenbinder, geht dem Mühlenbetrieb am Alberthafen der Lagerplatz aus. Deshalb hat Firmenchef Michael Gutting bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass rund 40 Millionen Euro investiert werden.