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Katrin Sontag: Moritzburg hat jetzt eine Bürgermeisterin

Katrin Sontag: Moritzburg hat jetzt eine Bürgermeisterin
Moritzburgs neue Bürgermeisterin. Foto: Katrin-sonntag-moritzburg.de/Timm Ziegenthaler
Von: Meißen News
Update: Die 49-jährige unabhängige Amtsanwältin gewinnt klar gegen den CDU-Kandidaten Marcel Vetter.

Update, Montag, 10 Uhr

Nach dem vorläufigen Endergebnis erhält Katrin Sontag 3234 der abgegebenen Stimmen, das sind 78,2 Prozent. Ihr Gegenkandidat Marcel Vetter von der CDU 903 (21,8 Prozent). 82 Stimmen waren ungültig. Sie liegt in allen sechs Ortsteilen und auch bei der Briefwahl vorn. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,6 Prozent.

Nach einem harten Wahlkampf in Moritzburg steht am Sonntagabend die Siegerin fest: Katrin Sontag. Die 49-jährige parteiunabhängige Bewerberin schlägt den CDU-Kandidaten Marcel Vetter (35). Das von vielen vorhergesagte knappen Rennen gab es nicht. Katrin Sontag fuhr einen klaren Sieg für sich ein. Sie hat in allen Ortsteilen gewonnen, teilte sie Radebeul aktuell mit. Sie bedankte sich für das Vertrauen und die Unterstützung der Moritzburger.

Sie ist in Annaberg-Buchholz geboren und beherrscht sogar das alte erzgebirgische Handwerk des Klöppelns. Seit 2002 ist sie in Moritzburg zu Hause. Katrin Sontag hat erwachsene Zwillinge aus erster Ehe. Mit ihrem Mann Lutz Sontag, Ortsvorsteher in Friedewald, hat sie den 13 Jahre alten Sohn Artus. Von Beruf ist sie Oberamtsanwältin. In der Meißner Zweigstelle der Staatsanwaltschaft Dresden bearbeitet sie Fälle von Verkehrsdelikten über Diebstahl bis zu Körperverletzungen. 

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Moritzburg sei finanziell gut aufgestellt, so Frau Sontag. Sie möchte dazu beitragen, dass es so bleibt. Hierfür müsse man zum einen die Demografie – also die Alters- und Einkommensstruktur – und zum anderen Gewerbeansiedlungen im Blick behalten. Die Erweiterung von Silicon Saxony, neben Globalfoundries, Bosch, Infineon und Jenoptik siedele sich nun auch noch ESMC an, geht an nicht an Moritzburg vorbeii. Es werde sehr viel Wohnraum gesucht. Junge Familien mit Kindern, die  dringend für Moritzburgs Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen benötigt werden, könnten sich nur ansiedeln, wenn bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Gemeindeeigene Immobilien müssten entwickelt und sinnvoll genutzt werden – als Wohn- oder Gewerberäume, als Arztpraxen oder als Orte der Begegnung.

Der parteilose aktuelle Amtsinhaber Jörg Hänisch, der die Gemeinde seit 2013 als Bürgermeister geführt und geprägt hat, hört etwa ein Jahr eher auf und hat am 31. Mai seinen letzten Arbeitstag. Die Wahl im März vor sechs Jahren hatte er mit fast 80 Prozent der Stimmen ganz klar gewonnen. Jetzt beginnt eine neue Ära für Moritzburg. 

Von den 6733 wahlberechtigten Moritzburgern traten am Sonntag 4219 den Weg an die Urne an bzw. stimmten per Brief ab. Das ist eine Wahlbeteiligung von 62,7 Prozent. Zum Vergleich: 2020 lag sie bei 52,7 Prozent. 

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