Der Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) hat auf seiner zweiten Sitzung in Dresden die Vergabe für ein umfassendes Tarifgutachten beschlossen, teilte der Verband mit. Die Studie soll in den kommenden zwei Jahren mindestens zwei Modelle für einen neuen Einheitstarif entwickeln, der mittelfristig die bisherigen Verbundtarife der Region Oberelbe (VVO) und Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) ablöst. Bis zur endgültigen Einführung im Landkreis Meißen und den Nachbarregionen werden nach den nötigen Genehmigungen jedoch noch mindestens zweieinhalb Jahre vergehen.
Für Pendler und Reisende aus dem Landkreis Meißen gibt es bereits sofortige Änderungen durch erste Übergangslösungen. Die im VVO-Raum etablierte Ticketing-App „FAIRTIQ“ wurde auf das gesamte ZVON-Gebiet ausgeweitet. Fahrgäste können sich damit beim Einsteigen per Smartphone einchecken und beim Aussteigen auschecken, woraufhin das System automatisch den günstigsten Preis für verbundübergreifende Fahrten berechnet. Zudem wurden die Auskunftsmedien digital vernetzt: In der App „VVO mobil“ und auf den Webseiten der Verbände sind die Daten von fast allen Zug-, Straßenbahn- und Busverbindungen der 21 beteiligten Verkehrsunternehmen nun in Echtzeit abrufbar. Auch Verbindungen nach Polen und Tschechien sowie Echtzeitdaten im DB Navigator wurden integriert. Noch offen ist dagegen die gegenseitige Anerkennung der regionalen Bildungstickets, da hier noch Finanzierungsfragen sowie Pläne des Freistaats für ein landesweites Ticket im Raum stehen.