Granatenfund bremst Bauarbeiten an A4-Anschlussstelle Wilsdruff
Bei den Bauarbeiten zum Umbau der S177 im Bereich der A4-Anschlussstelle Wilsdruff sind am Freitag zwei Sprenggranaten im Baufeld entdeckt worden. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Nach dem Fund wurde für die Erdarbeiten im Kreisverkehr umgehend ein Baustopp verhängt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen rückte an und konnte die Granaten erfolgreich bergen und entschärfen. Bevor die Erdarbeiten vollständig wieder aufgenommen werden können, erfolgt nun eine umfassende Untersuchung des betroffenen Bereichs auf weitere mögliche Kampfmittel.
Die Suche gestaltet sich laut dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr jedoch schwierig. Die Böschungen bestehen aus aufgeschüttetem Material, das zahlreiche Altmetallteile enthält. Dadurch wird die Sondierung erschwert. Je nach Ergebnis der Untersuchungen könnte eine weitere fachgerechte Beräumung notwendig werden. Die übrigen Arbeiten im dritten Bauabschnitt laufen währenddessen weiter, allerdings in verlangsamter Form und parallel zu den Kampfmitteluntersuchungen. Der dritte Bauabschnitt hatte Ende April begonnen.
Für Verkehrsteilnehmer ergeben sich vorerst keine Änderungen. Die bestehende Verkehrsführung bleibt bestehen. Der Verkehr wird weiterhin über die provisorische zweistreifige Fahrbahn an der Baustelle vorbeigeführt. Die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle in Richtung Dresden bleibt wie bereits angekündigt gesperrt. Das Landesamt bittet Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen sowie um eine besonders vorsichtige Fahrweise im Baustellenbereich.