Feuerwehr Radebeul übt mit Pferden
Einen außergewöhnlichen Ausbildungsdienst absolvierte die Feuerwehr Radebeul Kötzschenbroda in der vergangenen Woche: Auf dem Plan stand die technische Hilfeleistung mit Großtieren. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur praktische Handgriffe, sondern vor allem ein sicheres, umsichtiges Vorgehen im Einsatz – dort, wo Menschen und Tiere gleichermaßen gefährdet sein können, teilte die Feuerwehr mit.
Zum Auftakt ging es um eine grundlegende Frage, die im Einsatz entscheidend sein kann: Was gilt eigentlich als Großtier? Die Antwort wurde zunächst offen gelassen und erst am Ende des Dienstes aufgelöst. Als Großtier zählt demnach alles, was größer als ein Schäferhund ist – eine pragmatische Definition, die auch bei unerwarteten Einsatzlagen Orientierung geben soll.
An drei Stationen erweiterten die Kameradinnen und Kameraden ihr Wissen. An Station 1 stand die Anatomie des Pferdes im Fokus. Linda erläuterte die wichtigsten Körperbereiche und typische Reaktionen, außerdem wurde das korrekte Anlegen eines Halfters geübt. Unterstützt wurde sie dabei von Pferd Eldorado, das als ruhiger Trainingspartner diente.
Station 2 führte in den Stallalltag. Kim erklärte, wie sich Boxen sicher öffnen lassen, worauf im engen Stallbereich zu achten ist und welche Besonderheiten – von Geräuschen bis zu Fluchtwegen – die Arbeit der Einsatzkräfte beeinflussen. Ziel war es, typische Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und Stress für Tier und Mensch zu reduzieren.
An Station 3 vermittelte Katja die theoretischen Grundlagen: Risiken an der Einsatzstelle, das Verhalten von Tier und Mensch sowie die „5 Gebote der Großtierrettung“. Ergänzend wurden erste Techniken besprochen, um Tiere kontrolliert zu führen und die Lage zu stabilisieren, bevor weitere Maßnahmen erfolgen.