Von Ulf Mallek
Die Autos dicht an dicht. Am Straßenrand oder überall dort, wo noch Platz ist. Die Situation in Weinböhla am Sonntagvormittag erinnerte an die Zeiten zum Weihnachtsmarkt in Meißen oder gar des Striezelmarktes in Dresden. Kein Platz nirgends zum Parken. Oder eben nur weit weg vom Ort des Geschehens.
Auch die Veranstalter der Großen Sachsen-Weinprobe im Zentralgasthof waren überrascht, als sie morgens das Veranstaltungshaus aufschlossen. Zeitgleich war Flohmarkt auf der Fläche nebenan und alle Parplätze hinter dem Zentralgasthof waren anderweitig belegt. Doch bald rüttelte und schüttelte sich alles zurecht, denn Weinböhla ist doch nicht Meißen oder Dresden. Es geht immer irgendwie.
Immerhin kamen weit über 200 Besucher zur großen Sächsischen Weinprobe in den Saal des Zentralgasthofes. 21 Winzer präsentierten ihre Weine, die die Gäste verkosten konnten. Unterstützung leisteten die drei Weinmajestäten. Im Angebot waren 149 verschiedene Weine. Die meisten stammten aus den Jahren 2022 oder 2023, einige aber auch aus dem Katastrophenjahr 2024, in dem der Frost rund Dreiviertel der Ernte vernichtet hatte. Größere Winzer haben bestimmte Mengen älterer Jahrgänge zurückgehalten, die jetzt in den Verkauf gehen. So können die Verluste des Vorjahres zumindest kaschiert werden. Kleinere Winzer müssen Wein aus anderen Anbaugebieten hinzukaufen.