Der Wirbel um den Pornografie-Vorwurf an einer Schule in Schleife geht weiter. Ein Dresdner Vater schulpflichtiger Kinder hat sich deshalb mit grundsätzlicher Kritik an der Organisation der Familien- und Sexualerziehung an sächsischen Schulen an den Landeselternrat Sachsen gewandt. In einem Schreiben fordert er verbindliche Qualitäts- und Zulassungsstandards für externe Bildungsanbieter.
Bereits im Jahr 2024 hatte der Vater eine Anfrage an das Landesamt für Schule und Bildung gerichtet. Die damalige Antwort habe zwar die geltenden Regelungen nachvollziehbar erläutert, zugleich jedoch eine strukturelle Problematik offengelegt, heißt es in dem Brief. Konkret kritisiert der Verfasser, dass die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an entsprechenden Unterrichtsinhalten verpflichtend sei, während externe Träger weitgehend ohne einheitliche Qualitätskontrollen eingebunden würden.
Gerade bei sensiblen Themen sei aus Elternsicht problematisch, dass Inhalte und Methoden externer Anbieter oft weniger transparent seien als regulärer Unterricht. Der Vater verweist in diesem Zusammenhang auf § 36 des Sächsischen Schulgesetzes, der die Familien- und Sexualerziehung ausdrücklich als Aufgabe der Schule definiert.