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Trauer um Pandamutter Zayah im Tierpark Görlitz-Zgorzelec

Trauer um Pandamutter Zayah im Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Foto: Erster Ausflug der Pandafamilie 2026 (v.l..r. Zayah, Kiran, Nishu) / Foto: C. Hammer
Im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec ist die sechsjährige Pandamutter Zayah plötzlich verstorben. Während die Ursache noch untersucht wird, steht die Aufzucht ihrer beiden Jungtiere im Mittelpunkt.

Plötzlicher Verlust im Pandagehege

Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec trauert um die sechsjährige Pandamutter Zayah. Noch vor wenigen Wochen hatte das Team bei der zweiten Gesundheitskontrolle der diesjährigen Pandazwillinge von deren guter Entwicklung berichtet. Nun kam es überraschend zu dem plötzlichen Tod des Tieres.

Kuratorin Catrin Hammer beschreibt den Ablauf als äußerst abrupt: „Kameraaufzeichnungen zeigten, dass Zayah um 13.30 Uhr noch munter im Gehege herumlief, eine halbe Stunde später war sie tot.“ Für das Pflegeteam sei der Verlust entsprechend schwer und zugleich völlig unerwartet gekommen.

Obduktion soll die Todesursache klären

Der Tierkörper wurde umgehend zur Obduktion in das Landesuntersuchungsamt nach Dresden gebracht. Erste Untersuchungsergebnisse haben bislang keinen eindeutigen Hinweis auf die Todesursache ergeben. Nach aktuellem Stand besteht jedoch der Verdacht auf eine akute Virusinfektion.

Bis verlässliche Resultate vorliegen, bleibt die Situation für den Tierpark belastend. Gleichzeitig ist es für die Verantwortlichen wichtig, mögliche Risiken für die übrigen Tiere frühzeitig auszuschließen und den weiteren Verlauf eng zu begleiten.

Aufzucht der Pandawelpen hat jetzt Priorität

Parallel zur Klärung des Todesfalls richtet sich die Aufmerksamkeit des Teams nun ganz auf die beiden Pandawelpen. Die Jungtiere sind erst drei Monate alt und damit noch deutlich auf Milchmahlzeiten angewiesen. „Mit drei Monaten beginnen die Welpen erst allmählich feste Nahrung auszuprobieren, noch sind sie von den Milchmahlzeiten abhängig“, erklärt Catrin Hammer.

Eine Flaschenfütterung kommt wegen des Risikos von Aspirationspneumonien nicht infrage. Stattdessen wird behutsam mit anderen Methoden gearbeitet: Das Weibchen Nishu nimmt den Milchaustauscher inzwischen vom Löffel an, ihr Bruder Kiran frisst Brei vom Pinsel. Zusätzlich werden verschiedene Futtermittel angeboten, darunter auch Bambus, doch das Interesse daran ist derzeit noch gering.

Vorsichtige Zuversicht bei der weiteren Entwicklung

Beide Jungtiere nehmen nach Angaben des Tierparks aktuell zu. Das Team hofft, dass dieser positive Trend anhält und es bei der weiteren Aufzucht nicht zu Komplikationen kommt. Trotz der Trauer über Zayah steht nun die Aufgabe im Vordergrund, den beiden Welpen bestmögliche Bedingungen für ihre Entwicklung zu sichern.