Seit vielen Jahren starten am Großenhainer Flugplatz die Luftbildarchäologen zu ihren Erkundungsflügen. Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Höhenflüge“ berichtet der langjährige Luftbildarchäologe Dr. Ronald Heynowski vom Landesamt für Archäologie Sachsen am 15. April, 18:00 Uhr, im Museum Alte Lateinschule über die Luftbildarchäologie im Raum Großenhain. Er zeigt Gräber, Siedlungen und Burgen, die oberirdisch vollkommen verschwunden sind, aber aus der Luft wieder sichtbar werden. Außerdem zeigt er neue Luftaufnahmen des Großenhainer Stadtkerns und von Zabeltitz. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Museumsleiter Dr. Jens Schulze-Forster erinnert zuvor an den Todestag von Karl Benjamin Preusker, der am 15. April 1871 in Großenhain starb und als Pionier der Archäologie in Sachsen gilt. Ein neuer Erklärfilm zeigt, wie Preusker vor 200 Jahren begann, die Spuren der Vorzeit zu entdecken. Der Eintritt kostet 3,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro. Schüler zahlen 1,00 Euro.
Die wenigsten wissen, dass Karl Benjamin Preuskers Wirken eng mit dem heutigen Museum Alte Lateinschule verbunden ist. In der damaligen Stadtschule gründete er 1828 die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland, später die Sonntagsschule und den Gewerbeverein. Am Original-Schauplatz erzählt jetzt eine moderne Medienstation die ungewöhnliche Geschichte von Karl Benjamin Preusker. In drei Erklärfilmen erfahren Besucherinnen und Besucher, wie Preusker die Stadtbibliothek „erfand“ und die sächsische Vorzeit „entdeckte“. Außerdem können sie in den historischen Beständen der Bibliothek stöbern, die gleichzeitig ein Museum war, und anschauen, was die Großenhainer Schüler vor 200 Jahren in ihre Schulhefte schrieben. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen unterstützte das Vorhaben mit Mitteln aus dem Haushalt des Freistaates Sachsen.