Ein Sturz auf dem Schulhof, eine verletzte Mitschülerin oder Kreislaufprobleme während des Unterrichts – für viele Jugendliche bleiben solche Situationen Ausnahmen. Für Marvin Schäfer waren sie der Beginn einer außergewöhnlichen Entwicklung. Als Schulsanitäter lernte er früh, Verantwortung zu übernehmen, Menschen in Notsituationen zu helfen und auch unter Stress einen kühlen Kopf zu bewahren.
Die ersten Grundlagen erwarb er während der wöchentlichen Treffen des Schulsanitätsdienstes. Jeden Montag traf sich die Gruppe in der siebten und achten Unterrichtsstunde im Biologieraum, wo eine ehrenamtliche Ausbilderin des DRK praxisnah verschiedene Erste-Hilfe-Szenarien mit ihnen trainierte. Diese Zeit legte für Marvin Schäfer den Grundstein: Er eignete sich nicht nur medizinisches Wissen an, sondern gewann auch zunehmend an Selbstvertrauen.
Doch der Schulsanitätsdienst war für ihn nicht das Ziel – sondern der Anfang eines Weges, der ihn schließlich in den Katastrophenschutz des DRK Görlitz führte.