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Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Bautzen

Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Bautzen
v.l.n.r Karl-Heinz Göpke, Jochen Stern, Theodor Renkwitz v.l.n.r.© Dr. Jan-Henrik Peters Gedenkstätte Bautzen
Von: Uwe Tschirner
Die Gedenkstätte Bautzen lädt am Sonntag, 13. September, zum Tag des offenen Denkmals ein. Besucherinnen und Besucher können Zeitzeugen begegnen, Restauratoren bei der Arbeit erleben und historische Orte kennenlernen.

Begegnungen mit Zeitzeugen in der Gedenkstätte Bautzen

Am Sonntag öffnet die Gedenkstätte Bautzen von 10 bis 17 Uhr ihre Türen zum Tag des offenen Denkmals. Im Mittelpunkt des Programms stehen persönliche Begegnungen mit rund 35 ehemaligen politisch Inhaftierten, die über ihre Verhaftung, ihre Haft und die Folgen für ihr weiteres Leben berichten.

Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kommen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Frauen und Männer aus Ost und West, Regimegegnerinnen und Regimegegner, Spioninnen und Spione sowie Fluchthelferinnen und Fluchthelfer geben Einblicke in ihre Erfahrungen im ehemaligen Stasi-Gefängnis Bautzen II. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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Ehrengäste mit Erfahrungen aus Bautzen I

Zu den Ehrengästen zählen Jochen Stern, Theodor Renkwitz und Karl-Heinz Göpke. Die drei wurden während der sowjetischen Besatzungszeit beziehungsweise in der frühen DDR von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt und waren im berüchtigten „Gelben Elend“ inhaftiert. In moderierten Zeitzeugengesprächen um 11 Uhr und 14 Uhr sprechen sie über ihre Verhaftungen, Verurteilungen und Haftjahre.

Restaurierung im Isolationstrakt live erleben

Auch die historische Bausubstanz der Gedenkstätte wird an diesem Tag thematisiert. Die Restauratoren Markus Pohl und Michael Pohl arbeiten im Erdgeschoss, dem sogenannten Isolationstrakt, in einer Schauwerkstatt. Interessierte können ihnen über die Schulter schauen und sich über die Erhaltung historischer Bauwerke informieren.

Gräberstätte Karnickelberg und Rundgänge

Gemeinsam mit dem Bautzen-Komitee bietet die Gedenkstätte Bautzen den ganzen Tag über einen kostenfreien Taxi-Shuttle zur Gräberstätte „Karnickelberg“ an. Dort erinnern ein Gräberfeld und eine Gedenkkapelle unmittelbar neben der heutigen Justizvollzugsanstalt Bautzen an die Toten des Speziallagers Bautzen. Mitglieder des Bautzen-Komitees bieten zwischen 10.00 und 17.00 Uhr Rundgänge an und erläutern die Geschichte des Ortes.

Die Gedenkstätte beteiligt sich seit vielen Jahren am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, der seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert wird. 2026 steht er unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Der Eintritt ist frei.

Ein Besuch lohnt sich für alle, die Geschichte am historischen Ort erleben und Zeitzeugen persönlich begegnen möchten.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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