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Jan Vogler gastiert zum Abschluss des Bautzener Orgelsommers im Dom St. Petri

Jan Vogler gastiert zum Abschluss des Bautzener Orgelsommers im Dom St. Petri
Symbolbild Violoncello / pixabay Ri_Ya
Von: Uwe Tschirner
Zum Abschluss des Bautzener Orgelsommers treffen mit Jan Vogler und Christian Schmitt zwei Weltstars im Dom St. Petri aufeinander. Ihr Programm führt von Bach über Gubaidulina bis zu Bruch und Morricone – aus der Stille ins Licht.

Zwei Ausnahmemusiker im Dom St. Petri

Das Abschlusskonzert des Bautzener Orgelsommers verspricht einen besonderen Abend: Am Mittwoch, 26. August, um 19.30 Uhr gestalten Jan Vogler am Violoncello und Christian Schmitt an der Orgel das Finale im Dom St. Petri Bautzen. Beide Künstler sind international gefragt und bringen ihre instrumentale Erfahrung in ein Programm ein, das klanglich wie inhaltlich weit reicht.

Unter dem Titel Lichtlinien – Musik zwischen Himmel und Erde entfaltet sich ein musikalischer Weg, der nicht auf Effekte setzt, sondern auf innere Spannung und Ausdruck. Die Begegnung von Cello und Orgel eröffnet dabei einen Raum, in dem sich menschliche Nähe und große Weite gegenseitig ergänzen.

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Musik als Weg aus der Stille

Werke von Johann Sebastian Bach bilden einen klaren Ausgangspunkt. In seiner Musik wird Glaube als Zuversicht hörbar, als eine Ordnung, die trägt und antwortet. Gerade im Kontext eines kirchlichen Raums entfalten diese Werke eine besondere Wirkung: Sie wirken nicht nur feierlich, sondern öffnen einen gedanklichen und emotionalen Horizont.

Mit Sofia Gubaidulinas In croce verändert sich die Klangsprache deutlich. Das Stück macht das Ringen des Menschen existenziell erfahrbar, ohne dabei in Schwere zu verharren. Vielmehr bleibt der musikalische Ausdruck auf Verwandlung ausgerichtet – auf einen Zustand, in dem aus Spannung und Grenze etwas Neues entstehen kann.

Gesang, Erinnerung und Hoffnung

Max Bruch und Ennio Morricone erweitern das Programm um einen besonders unmittelbaren, lyrischen Ton. Ihre Musik spricht direkt an, berührt durch Melodie und Ausdruck und weckt Assoziationen von Erinnerung, Trost und Hoffnung. So entsteht ein Bogen zwischen spiritueller Tiefe und emotionaler Nähe.

Im Zusammenspiel wird das Violoncello zur Stimme des Menschen, während die Orgel den Raum des Unendlichen öffnet. Gerade in dieser Gegenüberstellung liegt die besondere Kraft des Abends: nicht als Gegensatz, sondern als Dialog. Am Ende steht kein dunkler Nachhall, sondern ein Klang, der ins Licht führt.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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