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Dynamo-Pechvogel Lars Bünning: Warum der Abwehr-Hüne plötzlich nur noch Zuschauer ist

Dynamo-Pechvogel Lars Bünning: Warum der Abwehr-Hüne plötzlich nur noch Zuschauer ist
Lars Bünning war in der Hinrunde wie hier gegen den 1.FC Nürnberg noch fest gesetzt im Kader der SGD.(Bild: mg_pixart)
Von: 1953 Update

Dynamo-Rätsel um Lars Bünning: Warum der Abwehr-Hüne plötzlich nur noch Zuschauer ist

Es ist die Überraschung der Rückrunde bei der SG Dynamo Dresden: Während die Mannschaft von Sieg zu Sieg eilt, ist Lars Bünning fast komplett von der Bildfläche verschwunden. Nur eine einzige Minute stand er seit dem Winter auf dem Rasen, zuletzt reichte es nicht einmal für den Kader. Doch was steckt hinter der veränderten Rolle des einstigen Stammspielers?

In der Hinrunde war Bünning unter Thomas Stamm noch eine feste Säule, dirigierte die Abwehr in acht Partien von Beginn an. Doch mit dem Jahreswechsel weht ein neuer Wind in der Dynamo-Defensive – und das hat handfeste, sportliche Gründe.

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Die Gründe: Systemumstellung und neue Hierarchien

Dass Bünning momentan oft nur die Zuschauerrolle bleibt, ist das Ergebnis einer gezielten Entwicklung im Kader und einer taktischen Neuausrichtung:

Die Systemumstellung: Thomas Stamm hat im Winter den Hebel umgelegt und von Dreier- auf Viererkette umgestellt. Das bedeutet schlichtweg: Ein Platz im Abwehrzentrum ist weggefallen, wodurch sich der Konkurrenzkampf massiv verschärft hat.

Der „Keller-Faktor“: Mit der Leihe von Thomas Keller vom 1. FC Heidenheim hat die SGD einen echten Glücksgriff gelandet. Keller hat sich sofort als Stabilisator etabliert und bringt genau die Souveränität mit, die für die aktuelle Erfolgsserie entscheidend ist.

Das Duo steht: An Kellers Seite ist Julian Pauli weiterhin fest gesetzt. Die beiden harmonieren prächtig und bilden derzeit das sportliche Fundament. Für Stamm gibt es aktuell keinen Grund, dieses eingespielte Duo auseinanderzureißen.

Die interne Rangliste: Auch die Rolle von Youngster Friedrich Müller hat sich durch die Umstände verändert. Während er vor der Pause noch Stamm spielte, ist er nun der erste Ersatzkandidat in der Innenverteidigung. In der aktuellen Hierarchie von Thomas Stamm steht Müller damit derzeit einen Rang vor Lars Bünning.

Kein Stunk trotz Tribünen-Platz

Manch anderer Profi würde bei so einer Situation wohl das Gesicht verziehen, doch bei Dynamo herrscht Einigkeit. Das liegt vor allem an der engen Kommunikation des Trainerteams.

Mittelfeld-Leader Vinko Šapina, der selbst um jede Minute kämpfen muss, verrät: „Der Trainer redet wirklich mit jedem einzelnen Spieler. Regelmäßig, immer wieder. Er erklärt seine Entscheidungen, was man ihm hoch anrechnen muss.“

Auch Neuzugang Robert Wagner (Interview bei der BILD) betont den Teamgeist: „Es war nie eine negative Stimmung da. Für uns Neue war es unfassbar leicht, Anschluss zu finden. Wir haben immer einen Zusammenhalt gespürt.“

Das Fazit: Lars Bünning muss sich gedulden, während die SGD-Abwehr stabil steht. Doch in einer langen Saison kann sich das Blatt schnell wenden – und die gute Stimmung im Team sorgt dafür, dass jeder bereit ist, wenn seine Chance kommt.

(PS)

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