Logo Die Sachsen News
Nachrichten / 1953 update

Christoph Daferner spricht über seine Dynamo-Zukunft

Christoph Daferner im Trikot von Dynamo Dresden während eines Testspiels. Der Stürmer zeigt mit ausgestrecktem Arm und spricht im Trainingslager über seine Zukunft bei der SGD sowie die jüngsten Wechselgerüchte.
Christoph Daferner fühlt sich bei Dynamo Dresden weiterhin wohl und hat Spekulationen über einen möglichen Vereinswechsel im Trainingslager klar zurückgewiesen. (Bild: Paul Scholze)
Von: 1953 Update
In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über einen möglichen Abschied von Christoph Daferner spekuliert. Nun hat sich der 28-Jährige im Trainingslager klar zu seiner Zukunft bei Dynamo Dresden geäußert – und dabei auch über seine Reservistenrolle sowie sein Familienglück gesprochen.

Wechselgerüchte halten sich hartnäckig

In den vergangenen Wochen hielten sich immer wieder Gerüchte um einen möglichen Abschied von Christoph Daferner. Mehrere Drittligisten sollen Interesse am 28-Jährigen gezeigt haben, doch der Dynamo-Stürmer macht im Trainingslager im österreichischen Windischgarsten nun deutlich: Ein Wechsel war für ihn nie ein Thema.

„Für mich gab es solche Gedanken nicht“, sagt Daferner. „Ich wurde gelegentlich mal gefragt, aber solche Wechselgerüchte werden in der Sommerpause schnell mal aufgebauscht.“

Zuletzt sollen Rot-Weiss Essen, der MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf Interesse am Angreifer gezeigt haben.

Vom No-Name zum Fanliebling

Bereits 2020 wechselte Daferner von der zweiten Mannschaft des SC Freiburg zur SGD. Damals galt der Angreifer noch als eher unbekannter Spieler und reihte sich hinter Pascal Sohm, Philipp Hosiner und Luca Stor ein.

„Ich bin damals als Stürmer Nummer drei oder vier gekommen, als No-Name“, erinnert er sich an seinen Beginn in Dresden vor sechs Jahren. „Dass es dann so Fahrt aufgenommen hat, hätte ich nicht gedacht. Markus Kauczinski hat mir damals das Vertrauen gegeben und so konnte sich alles entwickeln.“

Mehr aus dieser Kategorie

Sportlich entwickelte sich Daferner schnell zum Leistungsträger. In seiner ersten Saison erzielte er in 37 Drittligaspielen zwölf Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Damit hatte er großen Anteil am Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Auch eine Liga höher blieb der Stürmer treffsicher. In 32 Zweitligaspielen gelangen ihm 13 Tore und zwei Vorlagen. Schnell spielte er sich in die Herzen der Dynamo-Fans.

Über Nürnberg zurück nach Dresden

Nach dem Abstieg der SGD im Sommer 2022 wechselte Daferner für rund eine Million Euro zum 1. FC Nürnberg. Dort konnte er jedoch nicht an seine Leistungen aus Dresden anknüpfen. Auch eine Leihe zur Fortuna Düsseldorf in der Rückrunde der Saison 2023/24 brachte nicht den erhofften Erfolg.

Zur Saison 2024/25 folgte schließlich die Rückkehr nach Dresden auf Leihbasis – und sofort funktionierte es wieder. Mit 18 Toren und vier Vorlagen in 37 Drittligaspielen hatte Daferner erneut entscheidenden Anteil am Aufstieg der SGD.

Eigentlich schien danach wieder Schluss zu sein, da er nur ausgeliehen war. Doch am letzten Heimspieltag gegen Unterhaching sorgte ein Video auf der Leinwand im Rudolf-Harbig-Stadion für Gänsehaut: Daferner verkündete seinen festen Verbleib bei Dynamo.

Konkurrenzkampf mit Vermeij

In der vergangenen Saison bekam Daferner mit Vincent Vermeij zusätzliche Konkurrenz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich der Niederländer als Stürmer Nummer eins durch, während Daferner meist nur noch als Joker zum Einsatz kam. Fünf seiner insgesamt sieben Saisontore erzielte er bereits in der Hinrunde.

„Man muss anerkennen, dass Vincent einen guten Lauf hat in der Rückrunde“, sagt Daferner.

Mit Beginn der Vorbereitung startet der Konkurrenzkampf nun wieder bei null.

„Ich biete mich in jedem Training an“, betont der Angreifer und ergänzt: „Ich werde meine Momente in der Saison haben.“

Familienglück statt Wechsel

Beim Testspiel gegen Hessen Kassel (4:0) fehlte Daferner aus privaten Gründen. Einige Fans vermuteten bereits einen bevorstehenden Abschied, tatsächlich gab es aber einen erfreulichen Anlass.

Der 28-Jährige ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Frau Vanessa brachte eine Tochter zur Welt. Deshalb verpasste der Angreifer das Testspiel.

„Es war wieder ein unfassbar schöner Moment, zum zweiten Mal Vater zu werden”, erzählte der Torjäger, der bereits Vater eines Sohnes ist. „Es sind zum Glück alle gesund.”

Daferner fühlt sich in Dresden zuhause

Auch wenn Daferner zuletzt nicht immer erste Wahl war, fühlt er sich bei Dynamo weiterhin wohl.

„Ich bin ein ehrgeiziger Typ. Jeder von uns würde gerne 90 Minuten spielen, das ist doch vollkommen klar“, meint er. „Ich weiß aber, was ich an Dynamo habe und was der Verein an mir hat. Es macht Spaß, jeden Tag zum Training zu kommen. Es ist eine gute Stimmung, eine gute Arbeitsatmosphäre.“

Einen Vereinswechsel schließt der gebürtige Pöttmeser deshalb klar aus. Stattdessen will er die Vorbereitung nutzen, um sich wieder in den Vordergrund zu spielen und an seine früheren Leistungen anzuknüpfen.

„Familie ist immer das Wichtigste im Leben“, meint er. „Meine Familie und ich fühlen uns in Dresden sehr wohl. Ich mag den Verein, ich mag die Stadt.“

Du möchtest keine News rund um Dynamo Dresden mehr verpassen? Dann folge unserem Instagram-Account @1953.update. Dort informieren wir dich täglich über die neuesten Transfergerüchte, exklusive Informationen, offizielle Vereinsmeldungen sowie alles Wissenswerte rund um die SGD – schnell, kompakt und zuverlässig.

(PS)

1953 Update
Artikel von

1953 Update

1953 Update ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media