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„Basics fehlen!“ Stamm erklärt Dynamos rätselhaftes Halbzeit-Problem

„Basics fehlen!“ Stamm erklärt Dynamos rätselhaftes Halbzeit-Problem
(Bild: mg_pixart)
Von: 1953 Update

3:1 verspielt! Dynamo gibt Sieg beim KSC aus der Hand – wieder macht die zweite Halbzeit Sorgen

Was sich am Ende etwas mehr wie eine Niederlage anfühlt, ist offiziell ein Punkt: Die SG Dynamo Dresden kam beim Karlsruher SC trotz 3:1-Führung nur zu einem 3:3.

Dabei schien nach einer überragenden ersten Halbzeit alles auf einen Auswärtssieg hinauszulaufen. Dynamo dominierte die Partie, spielte mutig nach vorne und war deutlich effizienter als der Gegner. Doch nach der Pause verlor die SGD wieder einmal den Faden – ein Muster, das sich in den vergangenen Wochen immer häufiger zeigt.

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Überragende erste Hälfte – Dynamo spielt den KSC schwindelig

Die Dresdner legten los wie die Feuerwehr. Mit viel Mut im Ballbesitz, aggressivem Pressing und klaren Offensivaktionen brachte Dynamo den KSC immer wieder in Bedrängnis.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm kontrollierte das Spiel nahezu komplett und belohnte sich mit einer verdienten 3:1-Führung.

„Sehr, sehr gute erste Halbzeit, sehr dominant, sehr mutig – gerade mit Ball. Wir waren gut eingestellt und auch gegen den Ball sehr griffig. Dazu hatten wir eine hohe Zielstrebigkeit und Effizienz“, erklärte Stamm nach der Partie.

Nach der Pause bricht Dynamo wieder ein

Doch wie schon in den Wochen zuvor kippte das Spiel nach dem Seitenwechsel. Zwar startete Dynamo ordentlich in die zweiten 45 Minuten, doch danach verlor die Mannschaft zunehmend an Durchschlagskraft.

„Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren noch gut. Danach hat uns ein Stück weit die Zielstrebigkeit gefehlt“, analysierte Stamm.

Vor allem über die linke Seite fehlten laut dem Dynamo-Coach die entscheidenden Durchbrüche. Auch im Strafraum war die Besetzung nicht mehr so konsequent wie zuvor.

„Der erste Pfosten war nicht mehr so besetzt, wie er sein muss. Wir haben zu oft den Rückraum gesucht, statt konsequent nachzulegen“, sagte Stamm.

Basics fehlen plötzlich

Gleichzeitig kam Karlsruhe immer stärker ins Spiel – auch weil Dynamo in den entscheidenden Situationen die einfachen Dinge nicht mehr sauber erledigte.

„Da geht es um Basics – Das haben wir in der ersten Halbzeit deutlich besser gemacht“, erklärte der Trainer.

Selbst nach dem zwischenzeitlichen 3:2 fehlte laut Stamm der Mut, das Spiel wieder aktiver zu gestalten.

„Wir waren in dieser Phase zu unsauber und haben den Ball zu oft einfach überspielt, statt mutig auf Ballbesitz zu gehen.“

Große Chance auf die Entscheidung

Dabei hätte Dynamo die Partie noch entscheiden können. Rund eine Viertelstunde vor Schluss vergab Jonas Sterner eine große Möglichkeit zum 4:2.

„Da hatten wir eine sehr gute Chance – wenn wir das 4:2 machen, sieht das Spiel wahrscheinlich ganz anders aus“, so Stamm.

Punkt – aber ein bitterer

Am Ende rettete Dynamo immerhin einen Zähler – und bleibt damit im Jahr 2026 auswärts weiterhin ungeschlagen.

Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack.

„Es fühlt sich gerade nicht so an, aber ein Punkt hier gegen eine sehr starke Mannschaft ist etwas wert. Trotzdem müssen wir die zweiten 45 Minuten sehr genau nachbesprechen“, sagte Stamm.

Denn eines wird immer deutlicher:

Solange Dynamo die zweite Halbzeit nicht stabiler bekommt, werden auch starke erste 45 Minuten immer wieder zu wenig sein.

(PS)

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