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Das Wirtschaftsinterview mit Toni Kiel, plant value
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Das Wirtschaftsinterview mit Toni Kiel, plant value

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Acht Wissenschaftler und ein Hund - das Team des start ups plant value. Toni Kiel gehört zu den Gründern. Er hat Biotechnologie studiert und sich auf Strategie und Reporting im Unternehmen spezialisiert.

Warum sind Sie heute beruflich wer Sie sind?

Das sind zwei wichtige Faktoren, denke ich: Erstens war mir relativ früh klar, dass ich eigene Ideen umsetzen möchte, sprich selbständig werden wollte. Das paart sich ganz gut damit, dass ich ein notorisch naiver Optimist bin, was mich viele Dinge einfach tun lässt statt zu lange zu zögern. Und zweitens habe ich an einem gewissen Punkt gesehen, dass ich das, was man Arbeit nennt, mit dem verbinden möchte, was mir persönlich wichtig ist. Und so habe ich das, was ich gelernt habe, mit dem, was mir wichtig ist, zusammengetan und heraus kam Nachhaltigkeitsberatung. Und ganz wichtig: hätte ich damals nicht die richtigen beiden Partner, Steve und Marcus, um mich gehabt, wäre ich sicher nicht da, wo ich heute bin.

Was hätten Sie in der Schule schon gern gelernt?

Dass fast jedes Handeln von uns als Menschen Folgen hat. Und zwar viel weitreichendere Folgen, als wir uns meist bewusst sind. Dann hätte mich das Thema Nachhaltigkeit sicher noch früher gepackt.

Was inspiriert Sie zu neuen Ideen?

Größtenteils andere Menschen. Ich bin ziemlich kommunikativ und gelange im Gespräch mit neuen Leuten auch schnell an Themen, die relativ tiefgründig sind. Außerdem bin ich sehr begeisterungsfähig. Beides zusammen führt dazu, dass ich ganz viel Input von anderen bekomme, der mich selbst wieder hinterfragen lässt, wie ich etwas bisher getan habe oder tun würde und Quelle für Inspiration ist.

Welche Menschen suchen Sie als Mitarbeiter für Ihr Unternehmen?

Beratung und gerade das Thema Nachhaltigkeit sind sehr breite Felder, weswegen ich das nicht an speziellen Fachkompetenzen oder ähnlichem festmachen würde. Vor allem muss man aber hinter dem Prinzip Nachhaltigkeit stehen, verinnerlicht haben, was es bedeutet und einen positiven Impact erzeugen wollen.

Dahingehend ist vielleicht trotzdem eine wichtige Eigenschaft, das große Ganze, das viel beschworene Big Picture zu sehen. Gerade Nachhaltigkeit in Unternehmen ist vieldimensional und muss immer im Kontext des bestehenden Unternehmens, des Marktes etc. betrachtet werden, damit es erfolgreich umgesetzt wird.

Wofür sind Ihnen Smartphone, Tablet und Co. unentbehrlich geworden?

Ich denke, da geht es mir wie den meisten: als Nichtraucher ist die Feuerzeug-Flammen-App zum Konzert und der obligatorischen Ballade letzte Rettung und größte Erfindung seit es Schokolade gibt.

Spaß beiseite: Ich bin riesiger Fan mobilen Arbeitens. Die Freiheit unterwegs im Zug, im Café oder spontan zwischendurch in der Straßenbahn zu arbeiten, wenn es dringend ist, ist mir viel wert. Das schafft viel Flexibilität. Auf der anderen Seite muss ich mir auch immer wieder bewusst machen, gezielt Auszeiten davon zu nehmen. Weniger weil ich Gefahr laufe, mich zu überarbeiten, sondern weil Abstand wichtiger Faktor ist, eine Sache zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Vielen Dank und viel Erfolg.

Tags: Wirtschaftsinterview, Toni Kiel, Nachhaltigkeit, plant value, start up, Beratung

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