Die Geschichte des früheren Konzentrationslagers Sachsenburg bei Chemnitz ist erstmals in einer neuen Publikation umfassend aufgearbeitet werden. Der Sammelband mit 25 Beiträgen von 19 Autoren erscheint am Donnerstag, wie das Wissenschaftsministerium am Mittwoch mitteilte.
«Während viele Verbrechen der Nationalsozialisten (...) bereits umfassend aufgearbeitet und bewertet wurden, stehen wir beim Konzentrationslager Sachsenburg noch am Anfang», sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Unter den so genannten frühen KZ der Nationalsozialisten in Sachsen existierte es am längsten.
Stange sieht die Einrichtung einer Gedenkstätte an dem Standort weiter auf einem guten Weg. Am Mittwochabend wollte sich der Stadtrat in Frankenberg mit dem Thema beschäftigen. Sobald dessen Beschluss vorliegt, könnten laut Stange die konzeptionellen Arbeiten weitergehen. Die finanziellen Mittel seien in den Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2019/2020 des Freistaats angemeldet, die Entscheidung treffe der Landtag.