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Politiker erinnern an die Opfer vom 17. Juni 1953

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. / Foto: Robert Michael/dpa
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. / Foto: Robert Michael/dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und weitere Politiker haben am Donnerstag an die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR erinnert. «Wir erinnern uns an sie als Wegbereiter der Freiheit. Es ist heute unsere gemeinsame Aufgabe, die errungene Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit immer wieder aufs Neue zu verteidigen», hieß es in einer am Donnerstag von der Staatskanzlei verbreiteten Erklärung Kretschmers, der derzeit in Rom weilt.

«Der 17. Juni ist uns Mahnung und Erinnerung. Der Versuch, die Verhältnisse in der DDR zu verändern ist damals gescheitert. In Sachsen waren unter anderem Dresden, Görlitz, Leipzig und Niesky Zentren des Aufstandes, der brutal beendet wurde. Wir gedenken der insgesamt 55 Todesopfer in Sachsen», betonte der Regierungschef. Viele der mutigen Menschen von damals hätten die Friedliche Revolution 1989 nicht mehr selbst erlebt.

«Es ist wichtig, dass solche Tage nicht in Vergessenheit geraten. Der Mut dieser Menschen, die sich der Unterdrückung widersetzen, war ein wichtiges Fundament für die Freiheit, in der wir jetzt leben dürfen. Sie haben ihr Leben eingesetzt, um sich Freiheiten zu erkämpfen, die für uns heute selbstverständlich sind», betonte die SPD-Politikerin Hanka Kliese.

«Die Erinnerung an den Volksaufstand mahnt uns, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind und ein kostbares Gut. Daher darf das Gedenken nicht verzerrt und von den Falschen vereinnahmt werden. Viel zu oft wurden in den vergangenen Jahren Rufe von Menschen laut, die sich in einer Diktatur wähnen. Tatsache ist aber, dass die Gesellschaft, in der wir heute hier leben, freier denn je ist. Das sollten wir uns immer bewusst machen», erklärte der SPD- Abgeordnete Frank Richter.

Die AfD bekräftigte ihre Forderung, den 17. Juni zu einem gesetzlichen «Gedenktag für Freiheit und Demokratie» in Sachsen zu erklären. Zugleich wurde die Regierung aufgefordert, den 70. Jahrestag des Volksaufstandes im kommenden Jahr würdig vorzubereiten.

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