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Weg frei für Planungen der Neubaustrecke Dresden-Prag

09.01.2018 von

Mit den Planungen für die Schnellbahnstrecke Dresden-Prag kann begonnen werden. Nach Angaben von Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) hat der Bund sie noch 2017 in die sogenannte Sammelvereinbarung 38 aufgenommen. Die Deutsche Bahn werde 2018 die notwendigen Finanzmittel für die Planungskosten vom Bund erhalten. Die neue Strecke werde Sachsen und Tschechien enger zusammenrücken lassen und «die Lebensqualität der lärmgeplagten Menschen im Elbtal spürbar erhöhen». Das Nadelöhr werde entlastet und die Häfen im Norden und im Mittelmeerraum schneller erreichbar.

Die Strecke ist seit Mitte 2017 im Bundesverkehrswegeplan als «vordringlich» ausgewiesen. Mit der 43 Kilometer langen Neubautrasse Dresden-Usti nad Labem könnte die Reisezeit zwischen Sachsen und Tschechien von derzeit zwei auf weniger als eine Stunde verkürzt werden. Laut Dulig wird im Zuge der Planungen auch eine Begradigung zwischen Weinböhla und Böhla geprüft, die fünf Minuten zusätzlichen Zeitgewinn auch für die Strecken Dresden-Berlin sowie Dresden-Leipzig bringt.

Der SPD-Politiker verlangte zudem vom Bund eine zeitnahe Information zur Nutzen-Kosten-Untersuchung von weiteren vom Freistaat angemeldeten Schienenprojekten: dem Ausbau und der Elektrifizierung der Strecken Chemnitz-Leipzig sowie Dresden-Görlitz. Der Bund müsse dafür sorgen, «dass Sachsen im Fernverkehr endlich wieder eine Rolle spielt».

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Peter Endig

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